Zugangebot wird wieder erweitert. Coronabedingt wurde der Zugverkehr in der gesamten Ostregion auf den Wochenendfahrplan umgestellt. Ab 14. April wird es wieder zusätzliche Verbindungen geben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. April 2020 (14:24)
   
ÖBB/Philipp Horak

Durch die Umstellung auf den Wochenend-Betrieb „wurde einerseits auf die sinkenden Fahrgastzahlen reagiert, andererseits konnten wir so gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Ost-Region und den Schienenverkehrsunternehmen sicherstellen, dass alle, die auch in diesen Zeiten zu ihrem Arbeitsplatz müssen, mobil bleiben“, erklärt Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) via Aussendung.

Durch die ersten Lockerungen der coronabedingten Betretungsverbote im Handel, die ab 14. April in Kraft treten, werde auch das Zugangebot wieder ausgebaut. Dies sei auch eine Maßnahme, um den Abstandregeln Sorge zu tragen. „Sollten diese Kapazitäten jedoch nicht ausreichen, erwarten hier eine rasche Reaktion und einen weiteren Schritt in Richtung Rückkehr zum normalen Fahrplan“, so NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Der Ausbau der Angebote im Detail:

Weststrecke:
•    Der schnelle Nahverkehr Wien Westbahnhof – Bahnhof Tullnerfeld – St. Pölten – Melk – Pöchlarn – Ybbs/Donau – Amstetten wird morgens und abends wieder auf einen 30-Minuten-Takt verdichtet (Montag bis Freitag). Ganztägig und am Wochenende verkehrt die Linie weiterhin stündlich von 6 bis 0 Uhr.
•    Zusätzliche Züge werden zudem morgens für Berufspendlerinnen und -pendler von St. Valentin – Amstetten eingerichtet.
Auch im Fernverkehr auf der Weststrecke (Salzburg – Wien Westbahnhof bzw. Wien Meidling – Wien Hauptbahnhof – Flughafen Wien) bzw. in Teilabschnitten sind Angebotsänderungen in Planung. Fahrgäste auf der Westachse werden gebeten, für etwaige weitere Änderungen laufend ihre Verbindung unter https://anachb.vor.at bzw. der AnachB VOR Routing App zu kontrollieren.
 
Südbahn-Strecke:
•    Weiterhin verkehren die vom Land Niederösterreich und dem Verkehrsministerium abgestimmten zusätzliche Züge zwischen Wien Hbf. und Wiener Neustadt als Ersatz für die aktuell nicht verkehrenden Railjet-Züge Wien – Graz.
•    Nachmittags wird zwischen Wiener Neustadt und Payerbach-Reichenau ein Halbstundentakt angeboten zur besseren Erreichbarkeit von/nach Wien, Baden oder Neunkirchen. Im bisherigen Sonderfahrplan gab es nur eine stündliche Verbindung südlich von Wiener Neustadt nach Payerbach-Reichenau.

Ostbahn-Strecke:
Die S60 verkehrt ab 14. April 2020 von Montag bis Freitag wieder im Halbstundentakt zwischen Bruck/Leitha – Gramatneusiedl – Himberg – Wien Hbf, anstatt derzeit stündlich.

Nordbahn-Strecke:
Zusätzliche Pendlerzüge werden nachmittags von Gänserndorf bis Bernhardsthal eingerichtet, die Anschluss von schnellen Nahverkehrszügen aus Wien in Gänserndorf haben. Somit kann hier nachmittags auch eine stündliche Verbindung angeboten werden und es gibt morgens und abends stündliche Züge ab Bernhardsthal von/nach Wien.

Laaer Ostbahn-Strecke:
Zusätzlich wird jeweils ein beschleunigter Regionalzug eingerichtet, morgens von Laa an der Thaya nach Wien, nachmittags von Wien nach Laa an der Thaya verkehrt. Mit diesen Maßnahmen können derzeit durch den Sonderfahrplan bestehende Angebotslücken im Pendlerverkehr geschlossen werden.

Nordwestbahn-Strecke:
Ein zusätzlicher R-Zug verkehrt morgens ab Retz über Hollabrunn nach Wien mit Abfahrt um 5:10 Uhr.

Franz-Josefs-Bahn:
•    Ein zusätzlicher Pendlerzug verkehrt ab Gmünd nach Wien im Frühverkehr mit Abfahrt um 4:51 Uhr. Auch in umgekehrte Richtung wird nachmittags eine zusätzliche Verbindung angeboten mit Abfahrt um 16:56 Uhr ab Wien Franz-Josefs-Bahnhof.
•    Eine zusätzliche S-Bahn der Linie S40 verkehrt von Tulln nach Wien mit Abfahrt um 6:30 Uhr und schließt eine durch den aktuellen Sonderfahrplan entstandene Angebotslücke.  
•    Der erste Zug ab Gmünd hält zusätzlich in Ziersdorf und Groß Weikersdorf, um den dortigen Fahrgästen eine neue Frühverbindung Richtung Wien zu ermöglichen.
•    Der erste Zug von Wien FJB nach Krems fährt wieder ab 5:05 Uhr nach Krems (Montag bis Freitag), ein zusätzlicher Pendlerzug wird ab Krems mit Abfahrt um 6:29 Uhr ab Wien FJB eingerichtet.

Kamptalbahn:
Verbesserte Anschlüsse im Früh- und Nachmittagsverkehr zwischen Horn und Sigmundsherberg mit Anschluss zur Franz-Josefs-Bahn nach Wien.

Alle Verbindungen sind bereits über die Fahrplanauskünfte des VOR einsehbar. Der Busverkehr wurde übrigens auch in den vergangenen Wochen weitestgehend normal aufrecht erhalten.