Erfolge beim Casting: Kremser Talente alle weiblich. Für die Show „NÖN sucht das größte Talent“ fand am Mittwoch, 5. August, das Casting in der Raiffeisenbank statt. Zehn der zwölf Kandidatinnen ergatterten ein Ticket für die Vorrunde.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 06. August 2020 (16:07)

Bei den Darbietungen der Sängerinnen, einer Tänzerin, einer Violinistin und einer Hula-Hoop-Künstlerin geriet die Jury teilweise ins Schwärmen. Viele begeisternde Vorstellungen mussten beurteilt werden. Und trotz strenger Kriterien blieben am Ende zehn neue Talente im Rennen.  

Kunst mit Hula-Hoop-Reifen

Ihr Ticket sicherte sich Magdalena Bittner (11) aus Feuersbrunn dank ihrer Darbietungen mit Hula-Hoop-Reifen, die sie scheinbar mühelos um den Körper, die Hände, die Füße und den Hals wirbelte. Dabei brachte sie zur Melodie „Wie schön du bist“ (Sarah Connor) zudem mehrere Tanzfiguren wie etwa einen perfekten Spagat zur Ausführung.


Duo getrennt zum Erfolg

Sabine Alex (15) aus Rehberg und Katrin Reiter (15) aus Mautern – beide als Lehrlinge in Ausbildung – wollten mit einem Song gemeinsam antreten. Sie gaben „Talking to the moon“ (Bruno Mars) und „Story of my Life“ (One Direction) zum Besten. Aufgrund der Empfehlung Andy Mareks werden die beiden aber in der Vorrunde jeweils für sich alleine antreten.


Fast schon ein "Talent"-Profi ...

Eine „alte Bekannte“, die es in der Vergangenheit auch schon über die Vorrunde hinaus geschafft hat, ist Jaqueline Berger (18) aus Krems, die jetzt den Beruf der Malerin und Bodenlegerin erlernt. Sie ging mit „Someone you loved“ (Lewis Capaldi) und „You are the reason“ (Calum Scott) ins Rennen. Erfolgreich! Auch sie wird in der Vorrunde antreten dürfen.


Einfach perfekt aufgegeigt

Dort wird sie Cindy Hoffmann wiedersehen. Die 14-jährige Lengenfelderin geigte zum Infitiniy-Song „Cristalized“ auf. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Ihre enorme Fertigkeit, die sie sich in neun Jahren auf der Violine erworben hat, sollte später die Jury zur Höchstbewertung des Abends – 59 von 60 möglichen Punkten – bewegen. Bei einer Jurorin, Sabine Marek, bildete sich nach eigenem Bekunden bei der Vorstellung eine Gänsehaut ...


Junge Tänzerin noch im Rennen

Einen Tanzwirbel präsentierte die Jüngste in der Runde, die erst 11-jährige Ellie Hrebicek, die gerade von der International School Krems in die NMS wechselt, hin. Zu „Roses“ (SAINt JHN) und „You need to calm down“ (Taylor Swift) wirbelte sie über die provisorische Bühne. Sie ist Andy Mareks Ass im Talon und könnte es heuer nachträglich noch in eine der Vorausscheidungen schaffen. „Wenn nicht: Nächstes Jahr bist du ganz fix dabei“, meinte er nach der Jury-Abstimmung.


Musical-Hit top performt

Einen internationalen Erfolg bei einem Online-Bewerb darf sich Julia Jilek (19) schon auf ihre Fahnen heften und als Drittplatzierte voraussichtlich heuer noch nach Malta fliegen. Das Ticket für „NÖN sucht das größte Talent“ ersang sich die als Konditor-Lehrling tätige Kremserin nahezu mühelos. Nach „Still standing“ performte sie noch „Memories“ aus dem Musical „Cats“. Einfach top!


Nicht nur Fischer-Schlager ...

Nicole Köberl (12) aus Oberfucha wollte ihre Vielseitigkeit beweisen und tat dies mit Erfolg. Mit Shallow (Lady Gaga) und „Run“ (Leona Lewis) schnappte sie sich ein Ticket – und der Jury zuliebe legte sie auch noch den Helene-Fischer-Hit „Du bist ein Phänomen“ als Draufgabe hin. Dass sie bei diesem Star „zu Hause“ ist und bisher vor allem die Hits dieses Schlagerstars gesungen hat, war merkbar.


Eine Schwester ist dabei

Eine Karriere bei „NÖN sucht das größte Talent“ ist fürValentina Schmelz (12) aus Dürnstein, die die Sport-NMS Mautern besucht, vorgezeichnet – auch wenn es diesmal knapp noch nicht reichte. Dass sie auf einem guten Weg ist, attestierte ihr die Jury, nachdem sie mit „Read all about it“ (Emeli Sandé) und „Lost Boy“ (Ruth B.) angetreten war. Ihre Schwester Franziska Schmelz (15), Schülerin der HLF Krems, ließ mit „Sky fall“ (Adele) James-Bond-Stimmung aufkommen und wird damit im Bewerb 2020 ebenfalls gute Chancen haben.

Stimmung mit Hit aus 1964

Unglaublich gut legte die älteste Bewerberin im Kremser Casting-Feld, Lisa Ottendorfer (25) aus Böheimkirchen (mit Wurzeln in Zwettl), los. Die Assistentin der Kremser Fahrschule Dolejschi lieferte schon bei „Me and my broken heart“ (Rixton) eine stimmlich sehr gute Performance. Zur allgemeinen Freude legte sie danach noch den deutschen Conny-Francis-Hit „Schöner fremder Mann“ – er stammt aus 1964 – drauf. Begeisterung in den Reihen der Jury!


Schwestern treten auch an

Als letzte Kandidatin wurde am Ende Katharina Denk (12) aus Wösendorf für ihr geduldiges Warten und die hervorragenden Darbietungen der Hits „Rip Tide“ (Vance Joy) und „Lover of mine“ (Alannah Myles) belohnt. Dafür, dass Andy Marek ihre Schwestern Christina und Andrea animierte, bei einem anderen Casting auch den Einstieg zu wagen, dankte das Trio gemeinsam mit dem Hauerlied („Ja die feschesten Wachauer …“) des Steiner Komponisten Ernst Schandl und sorgte für finale Stimmung im Saal.


Genauer Fahrplan ist offen

Die Jury – mit Andy Marek vergaben Gattin Sabine, Sohn Lukas und Schwester Margarete sowie Thomas Breit und Raiba-Vertreter Alexander Mitteröcker die Punkte – kam bei den Darbietungen durchaus auch auf ihre Rechnung. Wie gewohnt kritisch, immer aber wertschätzend wurde die Entscheidung bekanntgegeben. Ein genauer Fahrplan der Show – in Krems soll die Vorrunde wieder im Einkaufszentrum Mariandl steigen – steht noch nicht fest. Voraussichtlich gibt es aber schon im September ein Wiedersehen.


Fan-Gemeinde wird beschränkt

Jede Kandidatin darf heuer allerdings nur fünf Unterstützer mitbringen. Wie gewohnt, entscheidet aber neben einer Jury auch wieder das Telefon-Voting über Aufstieg oder Ausscheiden. Das Kremser Casting mit seiner hohen Qualität hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht!