Pielachtal: Ärger wegen Gedränge im Pendlerzug

Erstellt am 21. Januar 2022 | 05:15
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8267925_pie03pie_himmelstreppenaerger_c_hasenza.jpg
18 Sitze sind pro Waggon gesperrt.
Foto: Hasenzagel
Waggons der Himmelstreppe sind teilweise abgesperrt. Das ärgert Mutter einer Schülerin. NÖ Bahnen begründen die Maßnahme.

Sabine Hasenzagel ist verärgert. Jeden Morgen muss, so ihre Schilderung, ihre Tochter „dicht an dicht gedrängt mit der Mariazellerbahn von Weinburg nach St. Pölten in die Schule fahren, in Zeiten der Corona-Pandemie.“

Dass ein Pendlerzug am Morgen stärker frequentiert ist, sei klar, was sie aber ärgert, ist, dass ein Teil der Waggons nur für die Schaffner abgesperrt ist. „Deswegen müssen jetzt die Fahrgäste eng aneinandergedrängt sitzen oder stehen. Das erhöht unnötig die Gefahr der Ansteckung“, tut sie ihren Unmut kund.

Sie hat ihre Unzufriedenheit gegenüber den NÖ Bahnen kundgetan – und sie hat ihrer Ansicht nach eine Lösung des Problems parat. „Während der Fahrt ist ja ein Lokführerstand am Ende des Triebwagens leer. Dort könnte doch der Schaffner oder die Schaffnerin in dieser Zeit Platz nehmen und dann könnte man die Sitzplätze wieder nutzen“, schlägt sie vor.

Bei den NÖ Bahnen ist der abgesperrte Sitzplatzbereich eine gezielte Maßnahme zum Schutz des Personals.

„Zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrsangebots unserer Mariazellerbahn, gerade in Zeiten der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante, haben wir ganz bewusst einen besonders sicheren, abgetrennten Bereich für unsere Lokführer geschaffen – die Führerstände. Diese können daher nicht als Rückzugsort für die Schaffner dienen“, betont NÖ-Bahnen-Sprecherin Katharina Heider-Fischer.

Pro Waggon seien für die Schaffner 18 von 127 Sitzplätzen abgesperrt. „Als Ausgleich fahren die stark ausgelasteten Züge in Doppeltraktion, also mit zwei Himmelstreppen-Garnituren. Es ist also ausreichend Platz vorhanden“, betont sie.