Amphibien wandern wieder im Pielachtal. Alle Arten sind in Österreich gefährdet. Freiwillige helfen den Tieren, die gefährlichen Straßen in der Region zu überqueren.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 28. Februar 2021 (03:59)
Autofahrer können ihren Beitrag für den Amphibienschutz leisten: Vorsicht an regnerischen, lauen Abenden in der Wanderzeit.
Axel Schmidt

Die Temperaturen steigen langsam wieder, somit erwachen Amphibien langsam wieder aus der Winterstarre. Ab Ende Februar beginnen sie dann bereits mit ihrer Wanderung zu den Laichgewässern, um sich fortzupflanzen. „Auf dieser Reise müssen viele der Frösche, Kröten, Unken und Molche gefährliche Straßen überqueren und drohen dabei überfahren zu werden“, gibt der Naturschutzbund NÖ zu denken. Gemeinsam mit vielen freiwilligen Helfern sollen die Tiere geschützt und beim Überqueren unterstützt werden.

„Auf dieser Reise müssen viele der Frösche, Kröten, Unken und Molche gefährliche Straßen überqueren und drohen dabei überfahren zu werden“

In St. Margarethen und im Pielachtal gibt es einige Wanderstrecken. Bei allen wird die Zaun-Kübel-Methode angewendet. Freiwillige überprüfen an Straßen täglich Schutzzäune, holen Tiere aus eingegrabenen Kübeln heraus und tragen sie sicher auf die andere Straßenseite. „In Österreich sind alle Amphibienarten aufgrund der Zerschneidung ihrer Lebensräume und dem Verlust von geeigneten Laichbiotopen in ihrem Bestand bedroht. Es bereitet uns eine große Freude, dass sich so viele Freiwillige jedes Jahr für den Artenschutz engagieren und Amphibien retten“, betont die Geschäftsführerin des Naturschutzbundes Margit Gross.

Autofahrer sollen in der Wanderzeit Vorsicht walten lassen. Besonders an regnerischen, lauen Abenden sind viele Amphibien unterwegs. Dann solle die Geschwindigkeit reduziert und auf Tiere sowie StreckenbetreuerInnen Rücksicht genommen werden.

Mehr zu Aktion unter https://www.noe-amphibienschutz.at