Nominierung für Projekte in Ober-Grafendorf. Mit Ökostraße, Bienenwiese und Hauptplatzgestaltung kam Marktgemeinde eine Runde weiter. Preisverleihung findet im September 2021 in Wien statt.

Von Bernhard Burmetler. Erstellt am 13. August 2020 (03:14)
Die Gemeinde reichte die Ökostraße in der Buchenstraße , neben weiteren Projekten, für den Baukulturgemeindepreis ein.
Landluft

Die Pielachtaler Gemeinde Ober-Grafendorf ist, neben Mödling, die zweite niederösterreichische Gemeinde, die für den Landluft Baukulturgemeinde Preis 2021 nominiert ist. „Boden g’scheit nutzen“ lautet das Motto des Preises. Dabei spielt für die Jury der Umgang mit dem Boden eine Rolle, aber auch die Ortskernstärkung und die Leerstandsermittlung. Dazu heißt es in den Jury-Kommentaren: „Ober-Grafendorf nimmt sich des Themas der Entsiegelung an. Mit dem Rückbau einer Straße nimmt die Gemeinde eine Vorreiterstellung ein. Die aktive Bodenpolitik wird gelobt.“

Eingereicht wurden von Sonja Kadanka die Bienenwiese beim Luegerpark, die Ökostraße in der Buchenstraße mit dem „Drain Garden“-System sowie die Ortskernbelebung mit der Hauptplatzgestaltung. Der „Drain Garden“ soll das Kanalsystem entlasten. Dabei nehmen Grünrabatte mit speziellem Substrat das Wasser bei Starkregen auf und es wird direkt vor Ort wieder verdunstet. Dadurch entsteht zusätzlich ein kühlender Effekt.

„Wir sind stolz auf die Nominierung und freuen uns auf mehr.“ Vizebürgermeisterin Andrea Kotmiller

Die Bewerbung für den Preis lief klassisch ab: Es gab eine Ausschreibung. Mit einem Einreichbogen, weiteren Unterlagen und Fotos von den Projekten war die Gemeinde mit dabei. „Die Jury hat diese Unterlagen bewertet und wir bekamen eine Verständigung, dass wir in der zweiten Phase sind“, ergänzt Sonja Kadanka.

Vizebürgermeisterin Andrea Kotmiller freut sich ebenfalls: „Wir sind stolz auf die Nominierung und freuen uns auf mehr.“

Was zeichnet eine Baukulturgemeinde jedoch aus? Dazu sagt Landluft-Obfrau Elisabeth Leitner: „Es geht uns um gelebte Baukultur und die Menschen, die sich für eine zukunftsfähige Ortsentwicklung einsetzen. Die Gemeinden sind in Summe der größte Bauherr im Land, sie beeinflussen maßgeblich die baukulturelle Entwicklung Österreichs.“ Landluft-Obfrau-Stellvertreter Roland Wallner erklärt zudem die Gründe, warum Grund und Boden in den Mittelpunkt der Vereinstätigkeit gerückt sind. „Raumplanung und Bodenpolitik sind die Grundlage für eine gute Baukultur. Ein Bewusstsein für die Knappheit der Ressource Boden führt zur Zentrumsbelebung“, erläutert dieser.