25 Jahre Bürgerzentrum in Hofstetten-Grünau. Gemeindeverwaltung, Bildung und Geschäftswelt unter einem Dach vereint das BGZ seit 25 Jahren.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 21. Oktober 2020 (04:07)
Bürgermeister Arthur Rasch (Mitte) feierte mit Marianne Ziegelwanger vom Hofstettner Genussladen, Michaela Kirner und Leopold Dollfuss von der Raiffeisenbank, Barbara Luger, Hausmeister Anton Kögel, Amtsleiterin und VHS-Pielachtal-Leiterin Christa Schmirl sowie Amtsleiterin-Stellvertreter Harald Winter (von links).
Marktgemeinde Hofstetten-Grünau

Ein Bankgeschäft? Ein Besuch beim Frisör? Ein Einkauf oder der Besuch einer rauschenden Ballnacht? All das ist im Bürger- und Gemeindezentrum (BGZ) in Hofstetten-Grünau möglich.

Coronabedingt ist es am Veranstaltungssektor im Moment ruhiger, dennoch gibt es einen Grund zum Feiern: Das BGZ ist ein Vierteljahrhundert alt. Bürgermeister Arthur Rasch beging das Jubiläum mit einem kleinen Sektfrühstück mit den Gewerbetreibendenden des BGZ. Dazu zählt die Raiffeisenbank. „Diese hat das BGZ mitgebaut und hatte bis vor fünf Jahren einen Anteil an Grundstück und Gebäude“, informiert Ortschef Rasch. Die Marktgemeinde hat diesen Anteil dann abgekauft, die Bankstelle ist nun hier eingemietet.

Wer das BGZ besucht, der kann auch etwas für sein Wohlbefinden und seine Gesundheit tun. Seit ebenfalls rund 25 Jahren sind Masseur Sayed Ibrahim und Barbara Luger, die Hand- und Fußpflege anbietet, hier tätig. Gemütliche Stunden können BGZ-Besucher im Café Mocca verbringen. Das Kaffeehaus im BGZ gibt es seit der Eröffnung; der derzeitige Pächter Matthias Jörgler betreibt es seit rund sechs Jahren. Erst seit März ist hier der Hofstettener Genussladen vertreten.

Bei den Hofstettenern beliebt ist die Multimediathek. Diese gibt es ebenso seit der Eröffnung. Das Angebot wurde stetig erweitert. Die Kurse der Volkshochschule (VHS) finden hier ebenso großteils statt.

Mit dem BGZ untrennbar verbunden ist auch Anton Kögel, das Urgestein des Gemeinde- und Bürgerzentrums. Der Hausmeister ist hier seit der Eröffnung tätig und hat sogar eine eigene Wohnung im Gebäude.

Doch wie kam es eigentlich zu Errichtung des BGZ? „Ziel war es, den Hauptplatz wieder zu beleben. Die Unterbringung von wichtigen Einrichtungen wie Gemeindeverwaltung, Bank, Post und Kaffeehaus unter einem Dach sollte für die Bürger wesentliche Erleichterungen bringen“, erzählt Rasch. Federführend sei hier sein Vorgänger Josef Hösl gewesen. „Es ist mein Lieblingsprojekt, auch wenn es mich schlaflose Nacht gekostet hat“, stellt dazu Altbürgermeister Josef Hösl fest. Sogar eine Unterschriftenaktion dagegen hätte es gegeben. Das BGZ sei ein wichtiger Schritt zur Entwicklung des Ortskernes an zentraler Stelle gewesen. „Gäbe es das BGZ nicht, müsste man es unbedingt erfinden“, meint er.