Das Internet wird schneller in St. Margarethen . Die Gemeinde setzt auf flotte Datenübertragung. Im Jahr 2025 soll diese dann Realität sein.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 30. Oktober 2020 (03:45)
Eine schnellere Datenübertragung erleichtert jenen, die im Homeoffice tätig sind, den Arbeitsalltag immens.
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Homeoffice. Homeschooling. Die Ausnahmesituation des Lockdowns hat es vielen klar vor Augen geführt. Ohne funktionierendes Internet ist der Berufs- und Schulalltag vieler nicht leicht zu managen.

Dieser Thematik ist sich die Gemeinde St. Margarethen bewusst und versucht, den Bürgern eine schnellere Datenübertragung zu ermöglichen. Vizebürgermeister Reinhard Rausch gab bei der letzten Gemeinderatssitzung einen Bericht, wie es um den geplanten Breitbandausbau im Ort aussieht. Eigentlich war ja angedacht, das Projekt über die Kleinregion „Gema Prima“ umzusetzen. Doch davon ist man abgekommen. Vizeortschef Rausch erklärt, warum: „Es liegt die Autobahn dazwischen. Es wäre zu kompliziert, die Leitungen zu verlegen.“

„Dass das Breitband wirtschaftlich ist, müssen, sich mindestens 40 Prozent anschließen.“ Reinhard Rausch, Vizebürgermeister

In enger Abstimmung mit der niederösterreichischen Glasfaserinfrastruktur GmBh (nöGig) soll die Umsetzung nun mit den Gemeinden Mank, Kilb und Bischofstetten erfolgen. Die nöGiG stellt die notwendige Infrastruktur bereit. „Derzeit wird an einer Lösung für den Lückenschluss zwischen St. Margarethen und Bischofstetten gearbeitet“, informiert er. Für die Finanzierung soll auf Förderungen durch die so genannte „Breitbandmilliarde“ zurückgegriffen werden. Im Zuge dieser Subventionen werden Gelder an Gemeinden und die Netzbetreiber für einen rascheren Fortschritt der Digitalisierung vergeben.

Derzeit sei man erst in der ersten Projektierungsphase.

„Wir werden 2022 wissen, ob es was wird. Dass das Breitband wirtschaftlich ist, müssen sich mindestens 40 Prozent anschließen“, erklärt er. Die Gemeinde St. Margarethen hat vorausschauend gearbeitet. „Wir haben bei Straßenbauarbeiten gleich Lehrverrohrungen mitverlegt“. Aufgrund der bereits vorhandenen Infrastruktur sollen zuerst die Katastralgemeinden Wieden und Linsberg sowie die neuen Baugründe „Am Pfarrhof“ und „Ötscherblick“ angeschlossen werden. „Wenn alle Hürden überwunden sind, könnten 2025 die Bürger dann aufs Breitbahninternet zugreifen“, hofft Rausch.