Kreuzung in Rabenstein bleibt gefährlich. Kein Überholverbot bei Hundsdorf-Brücke. Sachverständiger sieht derzeit keinen Bedarf.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 21. April 2021 (04:12)
Mehrere Unfälle haben sich auf der B 39 bei der Hundsdorf-Brücke ereignet. Dennoch sind hier laut Sachverständigem aufgrund der guten Sicht derzeit keine Entschärfungsmaßnahmen nötig. Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer sei auch stets gefordert.
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Verkehrsbegehung auf der B 39 im Bereich Hundsdorf-Brücke in der Vorwoche. Der Anlass: Anrainer als auch Radfahrer regten zu einer Entschärfung dieses Bereichs an. „Hier queren viele Radfahrer, weil dort der Radweg verläuft. Da ist es schon öfter zu gefährlichen Situationen gekommen“, meint Vizebürgermeister Hubert Gansch. Ein Überholverbot in diesem Bereich und eine Tempo-Reduktion von erlaubten 100 Stundenkilometern auf 70 km/h könnte eine Risikominimierung bringen.

Die Geschwindigkeitsminimierung auf Tempo 70 befürwortet auch die örtliche Exekutive. „Für Lenker, die von Kirchberg kommend nach links in die Hundsdorf-Brücke einbiegen, ist es nicht gerade angenehm, wenn diese wegen Gegenverkehr im Kreuzungsbereich anhalten müssen und nachfolgende Fahrzeuge sich mit bis zu 100 Stundenkilometern nähern“, führt Rabensteins Polizeiinspektionskommandant Manfred Spendlhofer aus.

Radwegverlegung als aufwendige Option

Außerdem hält hier der Schulbus. Für Kinder sei der Bereich dann risikobehaftet, genauso wie es für die Radfahrer gefährlich sei, hier zu queren. „Im Zuge dieser Überquerung haben sich bereits zwei schwere Verkehrsunfälle mit Radfahrern ereignet“, stellt der Polizeichef fest. Doch laut Verkehrstechniker der Bezirkshauptmannschaft (BH) ist kein Überholverbot nötig. „Der Bereich, wo man überholen kann, ist rund einen Kilometer lang“, erklärt Bezirkshauptmann Josef Kronister. Die Busbucht liege nicht direkt an der B 39. Eine Option zur Entschärfung zumindest für Radfahrer wäre eine Verlegung des Radweges und der Querungsstelle. Dies sei aber mit umfassenden Planungen und Kosten verbunden. „Es sind aber immer auch alle Verkehrsteilnehmer gefordert, vorausschauend zu fahren; das gilt auch für Radfahrer“, meint Kronister.

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