Das Pielachtal aus der Vogelperspektive. Jürgen Durl fotografiert seit Dezember auch aus der Vogelperspektive. Mit seiner Drohne erkundet er das Pielachtal und die Region. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 04. März 2021 (03:39)
Jürgen Durl

Weil sein Schwager schon länger mit der Drohne fotografierte, wuchs auch bei Jürgen Durl das Interesse. Mittlerweile ist er viel mit der Drohne in der Natur unterwegs und findet allerlei Anwendungsgebiete.

„Es gibt drei Scheine für die Verwendung von Drohnen, ich habe zwei davon“, berichtet Durl. Mit seinen Pilotenscheinen A1 und A3 darf er auf Flächen, die mindestens 150 Meter von bewohntem Gebiet entfernt sind, fliegen. Auch Abstand zu Personen muss er halten, wenn sie nicht wissen, dass Durl mit der Drohne fliegt. Seit Anfang des Jahres ist es erst ab 16 Jahren erlaubt, eine Drohne in Betrieb zu nehmen. Bevor es aber losgehen kann, ist eine Versicherung nötig, in der auch das Drohnengewicht vermerkt ist. „Mit den beiden Scheinen darf ich außerdem nur auf Sicht fliegen“, erklärt Durl. Technisch wäre es aber möglich, dass die Drohne bis zu fünf Kilometer entfernt fliegt.

„Ich möchte auch noch den Schein A2 machen. Damit darf man auch über bewohnten Gebiet fliegen.“ Jürgen Durl, Fotograf aus Ober-Grafendorf

Früher musste man bei der Austro Control (verantwortlich für den sicheren Luftraum) jedes Jahr einen Schein lösen, das ist nicht mehr so. Beim Fliegen mit der Drohne wird aber automatisch mitgeloggt, wo sie fliegt. Auf der Drohne ist eine Kamera, die mit dem Handy oder Tablet verbunden wird. Mit dem Einloggen in das Programm der Austro Control wird mitgetaggt und außerdem sieht man, wo Flugverbot ist, etwa im Bereich von Flughafen und beim Krankenhaus. „Man kann mit der Drohne maximal 120 Meter hoch fliegen, danach riegelt sie ab“, erklärt Durl. Auch bei der Flugdistanz gebe es ein Sicherheitsnetz: „Man muss zwar mitdenken, wenn man gegen den Wind zurückfliegt, aber prinzipiell kommt die Drohne automatisch zurück.“ Auch dann, wenn die Verbindung reißt. So ist es etwa auch möglich, die Drohne neben sich herfliegen zu lassen und sich selbst zu filmen.

„Man kann mit der Drohne maximal 120 Meter hoch fliegen, danach riegelt sie ab“

„Ich möchte auch noch den Schein A2 machen. Damit darf man auch über bewohntem Gebiet fliegen“, erklärt Durl. Außerdem kann er die Drohne dann auch für seine Tätigkeit als Fotograf einsetzen. „Ich kann dann Gruppenbilder von oben machen“, so der Ober-Grafendorfer. Für diesen „Pilotenschein“ ist jedoch eine praktische Prüfung bei der Austro Control nötig. Das sei derzeit aufgrund von Corona jedoch nicht möglich. Die fotografischen Möglichkeiten seien groß. „Ich habe etwa eine Ruine fotografiert. Wenn man diese als Point of Interest angibt, fliegt die Drohne das Gebäude selbstständig ab“, erklärt Durl. Die Drohne fotografiert auch im RAW-Format. „Damit kann man viel aus den Bildern herausholen“, berichtet der Fotograf.

Die Drohne ist zusammenklappbar und sehr klein zu verstauen, so nimmt sie der Ober-Grafendorfer zu seinen Radausflügen mit und kann sich so auch die Umgebung und die Natur aus der Vogelperspektive ansehen.