Ein kühles Bad in der Pielach. Die NÖN geht auch baden, wenn es sein muss, und sammelte erste Erfahrungen beim Schwimmen im Winter.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 03. März 2021 (04:12)
Aufwärmen nach dem Bad: Martin Koch und Michael Strasser.
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Ebenfalls das erste Mal eisbaden ging Maria Oberleithner: „Mein Neffe hat mich großartig unterstützt.
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Zwar kann man es Ende Februar nicht mehr ganz Eisbaden nennen, frisch war es aber trotzdem. Nachdem der Weinburger Vizebürgermeister Michael Strasser in der Vorwoche spontan mit seiner Familie ein kurzes Bad in der Pielach nahm, bei frischen fünf Grad, war das Interesse in der Gemeinde groß. Am Wochenende war es dann soweit, Strasser organisierte einen Badeausflug mit einem passionierten Eisbader aus Böheimkirchen – Martin Koch. Natürlich war die NÖN auch mit dabei, nicht nur hinter Kamera, sondern auch tatsächlich in den kalten Fluten der Pielach bei 6,7 Grad Wassertemperatur.

Kurz vor dem Hineingehen in die Pielach war sich die NÖN-Redakteurin, aber nicht mehr sicher, ob das eine gute Idee ist. Denn schon das Ausziehen auf der kleinen Schotterinsel in der Pielach vor der Wehr war eine Überwindung. Zwar hatte es für den Winter milde vier Grad Außentemperatur, doch für den Badeanzug, war es dann noch etwas frisch. Die leichte Brise ließ einem Gänsehaut über den Rücken laufen.

„Es ist wichtig, immer tief ein- und auszuatmen.“ Martin Koch, Eisschwimmer

Koch, der bereits seit 20. Dezember fast täglich im kalten Wasser schwimmt, gab Tipps für den ersten Gang ins Wasser: „Es ist wichtig immer tief ein- und auszuatmen, damit man nicht ins Hyperventilieren kommt.“ Und auch zögern sollte man lieber nicht, sondern ganz zügig hineinwaten.

Badekappe gegen Wollhaube getauscht: Nadja Straubinger testete das Baden im Winter.
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Gesagt, getan. Im Badeanzug mit Woll- statt Badehaube und Barfußschuhen ging es ins wirklich kühle Nass. Spätestens, wenn das kalte Wasser in die Schuhe kommt, wird es ernst. Immer tiefer geht es hinein in den Fluss. Es fällt zunehmend schwerer, tief in den Bauch zu atmen. Aber die erfahrenen Eisbader motivieren, es zu versuchen. Mit voller Konzentration auf die Atmung wird diese tatsächlich ruhiger und es ist auch nicht mehr ganz so schwer. Schließlich ist der ganz Körper mit Wasser bedeckt und man schwimmt; in der Pielach im Februar. Etwa 1,5 Minuten beim ersten Versuch im Wasser, da kann man schon zufrieden sein. Beim Rausgehen machen sich die positiven Effekte bemerkbar: Der ganze Körper kribbelt, die Muskeln fühlen sich warm an, die Durchblutung wurde durch den Kältereiz stark angeregt.

Fazit: Eine tolle Erfahrung, die jedenfalls nach Wiederholung schreit. Vielleicht gehts im nächsten Winter wirklich zum Eisbaden.

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