Hirsche vor der Türe in Frankenfels. Seit 1993 widmet sich Dietmar Niederer der Zucht der imposanten Tiere. Für ihn ist aber nicht nur die Verwertung als Fleisch wichtig, sondern vor allem der Kontakt.

Von Daniela Mitterer-Karner und Gila Wohlmann. Erstellt am 22. November 2020 (03:26)
Dietmar Niederer präsentiert vor allem Kindern gerne sein Rotwild bei einer Fütterung.
Marktgemeinde Frankenfels

Nicht Jäger, sondern Heger: So möchte Dietmar Niederer bezeichnet werden. Seit 1993 betreibt er beim Gasthaus Lichtensteg ein Rotwildgehege. Derzeit tummeln sich dort 32 Hirsche und Hirschkühe, darunter zehn Kälber. Sein Großvater hat ihn als Kind oft auf die Pirsch mitgenommen. „Seither bin ich von diesen Tieren fasziniert“, erzählt er.

Einmal im Jahr kalben die Hirschkühe. Meistens kommt nur ein Kalb zur Welt. Die Tragzeit beträgt 34 Wochen. „Die Tiere können über den Winter den Fötus ruhig stellen, damit sie weniger Kraft benötigen.“, erklärt er. Damit es zu keiner Inzucht am sechs Hektar großen, abgegrenzten Areal kommt, werden Brunfthirsche und Kälber regelmäßig getauscht und für Zuchtzwecke weiterverkauft. Rangkämpfe versucht Niederer, zu vermeiden. „Es gibt nur einen Platzhirsch. Der ist sieben Jahre alt, die anderen sind mindestens drei Jahre jünger, damit diese für Kämpfe weniger Kraft haben“, führt er aus.

Jagdgäste empfängt Niederer bei seinem Gatter keine. Erlegt wird nach Bedarf. Wildspezialitäten gibt es bei ihm aber zu erwerben oder verkosten. Wichtiger ist ihm aber der Zugang zum Wild. „Zutraulich werden die Tiere nur, wenn man sich mit ihnen intensiv auseinandersetzt“, weiß er. Derzeit beschäftigt er sich intensiv mit zwei Tieren. Diese sind dann seine ,Vorzeigemodels‘ bei Führungen. „Diese kommen speziell bei Kindern gut an“, freut Niederer sich. In Nicht- Lockdown-Zeiten kann man gegen Voranmeldung jederzeit bei einer Fütterung dabei sein. Infos unter 02725/202, gasthof@lichtensteg.at oder auf Facebook.