22 Corona-Anzeigen in Hofstetten. Gemeinsamer Biergenuss flog auf. Polizei setzte den Treffen ein Ende.

Von Gila Wohlmann und Renate Hinterndorfer. Update am 18. Januar 2021 (12:48)
Symbolbild
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Eine anonyme Anzeige brachte den Fall ins Rollen: Immer wieder würden bei einem öffentlich zugänglichen Getränkeautomaten Personen munter gemeinsam Bier konsumieren -  trotz Lockdown und geltender Covid-19-Maßnahmen-Verordnung des Verbots von Treffen.

Laut Polizeisprecher Heinz Holub nahm eine Polizeistreife aufgrund der Anzeige am Donnerstag eine Kontrolle vor. Die Wahrnehmung des Anzeigers bestätigte sich. Im Bereich des öffentlich zugänglichen Aufenthaltsraums einer Firma, wo der Getränkeautomat aufgestellt ist, und bei einem Vereinslokal wurden jeweils mehrere Personen angetroffen und nach dem Epidemiegesetz angezeigt. Bei einer erneuten Überprüfung am Folgetag sah die Exekutive im Außenbereich des Unternehmens wieder vier Leute, die gerade Bier konsumierten. Auch für sie hagelte es Anzeigen.

Insgesamt verhängte die Polizei in zwei Tagen insgesamt 22 Anzeigen.

Auf die Frage, ob sich die Menschen im Bezirk an die Corona-Schutzmaßnahmen halten, antwortet Bezirkshauptmann Josef Kronister: „Bedingt.“ Die Verlängerung des Lockdowns sei nicht nur auf das Virus zurückzuführen, sondern auch auf unvernünftiges Verhalten: „Einige Leute müssen sich da schon an der Nase nehmen.“