Lebensretter auf vier Pfoten: Staffel-Leiterin erzählt von der Arbeit

Die Österreichische Rettungshundebrigade unterstützt bei Notfällen und trägt wichtigen Teil zur Personensuche bei. Wir sprachen mit Karina Zampa, die sei eineinhalb Jahren die Staffel in Hofstetten-Grünau leitet.

Erstellt am 05. Dezember 2021 | 05:27
Lesezeit: 2 Min
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Staffelführerin Karina Zampa mit ihrem belgischen Schäferhund  „Mr. Spock“. Gemeinsam sind sie ein unschlagbares Team.
Foto: Sandra Weiss

Mit ausreichend Vertrauen sowie Respekt ergänzen sich Hund und Mensch perfekt. Im Team erzielt diese Kombination seit Jahrzehnten Erfolge – das beweist die Österreichische Rettungshundebrigade. Wo modernste Technik versagt, wird die feine Spürnase zum Lebensretter.

Karina Zampa leitet seit eineinhalb Jahren die Staffel in Hofstetten-Grünau und unterstützt mit ihrer Mannschaft herausfordernde Einsätze. Begonnen hat bei der Staffelleiterin alles vor vier Jahren, als sie selbst mit ihrem Welpen der Brigade beitrat.

Die Hundefreundin und ihr „Mr. Spock“ sind bereits ein eingespieltes Team. Aus insgesamt zehn Mitgliedern besteht die Hundestaffel in Hofstetten-Grünau. Darunter befinden sich sechs Kollegen sowie vier Fellnasen.

Wir sind zu jeder Uhrzeit, auch für Privatpersonen, kostenlos erreichbar.“ Karina Zampa Staffelleiterin

Je nach Einsatzbedingung wird entschieden, welcher Hund am besten geeignet ist. „Kleinere Hunde wie ‚Pepper‘ sind wendiger und schaffen es besser durch das Dickicht. Mr. Spock hat mit seiner Größe als belgischer Schäferhund eine bessere Sprungweite. Er kommt schneller auf verschiedene Ebenen“, erklärt Zampa. „Wir werden alarmiert, sobald eine Person verschüttet worden ist oder vermisst wird“, so die Leiterin.

Der Notruf muss nicht über die Exekutive abgegeben werden. Privatpersonen, deren Angehörige vermisst werden oder sich verirrt haben, können direkt die Nummer der ÖRHB wählen. „Wir sind 365 Tage im Jahr kostenlos erreichbar“, versichert die Staffelführerin. 

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Die Mischlingshündin „Pepper“ verstärkt die Hundestaffel in Hofstetten-Grünau.
Foto: Zampa

Um für Notfälle gerüstet zu sein, sind wöchentliche Trainingseinheiten jedenfalls essenziell. „Jetzt im Lockdown halten wir uns strikt an das vorgegebene Sicherheitskonzept. Wir üben momentan nur innerhalb unserer Gruppe“, erklärt die Hundefreundin.

Zwei Mal in der Woche wird auch in Corona-Zeiten für den Ernstfall geprobt. Den Hunden wird wiederholt das Suchen von Personen oder Gegenständen im Wald gezeigt. Am Hundeplatz trainieren dann die Vierbeiner verschiedene Grund-Kommandos wie „Sitz!“, „Platz!“ und „bei Fuß!“.

Durch die aktuelle Corona-Situation ist die nächste gruppenübergreifende Landesübung der Rettungshundebrigade jedoch erst für den Sommer geplant.