Weinburgs Gemeindewappen ist 50

Eigenständigkeit der Gemeinde wurde 1970 mit einem Wappen besiegelt, dem gedachte man in einer Feier.

Erstellt am 24. Oktober 2021 | 04:47
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Dorfmuseumskustos Andreas Buchinger berichtete über die Geschichte des Weinburger Gemeindewappens.
Foto: Nadja Straubinger

Mittlerweile 51 Jahre ist es her, dass Weinburg sein Gemeindewappen verliehen bekommen hat. Weil Corona im Vorjahr ein Fest zum 50-Jahr-Jubiläum vereitelt hatte, ging dieses in kleinem Rahmen, aber mit Live-Stream heuer über die Bühne.

„Gemeinsam haben Bürgermeister Erich Königsberger und sein Vize Robert Gruberbauer dafür gekämpft, um die Integrität Weinburgs zu erhalten“, erinnert der jetzige Bürgermeister Peter Kalteis. Damals waren Gemeindezusammenlegungen ein großes Thema. „Mit dem Wappen wurde die Selbständigkeit der Gemeinde manifestiert“, sagt Kalteis. Gründe dafür waren der Auf- und Ausbau der kommunalen Einrichtungen und der wirtschaftliche Aufschwung durch den Ausbau des Folienwalzwerkes.

Zwischen Adel und Wirtschaft

Vor dem Wappen gab es nur ein Wachssiegel auf den Schriftstücken der Gemeinde, mit einer Traube. „Durch das damalige Klima konnte in Weinburg auch tatsächlich Wein angebaut werden“, berichtet Dorfmuseumskustos Andreas Buchinger. Er befasste sich auch mit der Entstehung des Wappens, das im Blau, Geld und weiß erstrahlt sowie seiner Bedeutung.

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Nadja Straubinger

„Blau-Gelb steht für die Landesfarben. Der weiße Balken quer durchs Bild könnte die Pielach darstellen. Das ist aber nicht gesichert“, so Buchinger. Es sei aber naheliegend, dass damit die Verbindung zwischen Adelszeit und Wirtschaft dargestellt wird. Links oben ist ein Flügelhorn abgebildet, welches ein Symbol für den Adel war. Die Folienwalze unten rechts soll an den größten Wirtschaftsbetrieb der Gemeinde erinnern, Constantia Teich.