Kirchberger Tischkicker siegten gegen Erwachsene. Drei Kirchberger Kids überzeugten am Wuzzler in Slowenien. Früher Beginn und Techniktraining sind Schlüssel zum Erfolg.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 22. Oktober 2019 (14:06)
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Stefan Burmetler, Katharina Engl und Ludwig Gansch zeigten in Slowenien ihr Können und verwiesen auch Erwachsene auf die Plätze.

Bei den Tischfußball-Turnieren der ITSF Masters World Tour gibt es nicht viele Junioren. „Die Struktur wird erst aufgebaut. In China gehört Tischfußball sogar schon zum Schulsport“, weiß Trainer Thomas Wagner. Deswegen nehmen die Kirchberger Talente immer wieder an Erwachsenenbewerben teil und überzeugen dort mit ihren Leistungen.

Erst kürzlich spielten Stefan Burmetler, Katharina Engl und Ludwig Gansch ein Turnier in Slowenien. „Die Erfolge bei den Erwachsenen werden immer mehr, wir haben einen einzigartigen Nachwuchs“, schwärmt Wagner.

Katharina Engl erreichte vor zwei Jahren als Neunjährige ihren ersten Podestplatz, im Team mit der besten Dame. Jetzt zeigte Engl ihr Können und verpasste im Dameneinzel nur knapp das Finale. Im Doppel holte sie den dritten Platz.

Gute Augen-Hand-Koordination gefragt

Am Tischfußballtisch stand auch Stefan Burmetler und machte bei den Herren den dritten Platz. „Niemand hält das für möglich. Seine Entwicklung ist enorm, er wird alle paar Monate besser“, lobt Wagner. Die Nervosität ist bei den Kindern aber nicht größer, wenn sie gegen Erwachsene spielen.

Ludwig Gansch erspielte in einem Nebenbewerb mit einer slowenischen Dame den zweiten Platz. Trotz Sprachbarriere. „Wir haben auf Englisch die Taktik abgesprochen, dann ging es“, berichtet Gansch.

Was das Geheimnis des Erfolgs ist? Training, Training, Training. „Sie haben alle eine sehr gute Technik und die Augen-Hand-Koordination ist sehr schnell. Das ist der Vorteil, wenn man so früh anfängt“, betont Wagner. Aber auch eine hohe Leidensfähigkeit war nötig, um so gut zu werden.

Schon mit sieben Jahren trat Burmetler bei den Herren an. „Er konnte ohne Druck verlieren und wurde immer besser“, so Wagner. Wichtig dabei ist, dass die schulischen Leistungen stimmen.