Das Schweigen der Kälber. Über eine unfassbare Tiertragödie, mitten unter uns.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 06. Januar 2021 (03:25)

13 Jungkalbinen sind tot. Ein Tier hat überlebt und nur, weil der Amtstierarzt zu einer stichprobenartigen Kontrolle auf einen Bauernhof im Pielachtal gekommen ist.

Verwest lagen die Tiere, angekettet, erbärmlich in ihren Exkrementen. Eine unfassbare, unentschuldbare Tragödie, für die nicht nur Tierschützer, sondern auch Landwirte, die ihrer Profession mit Leidenschaft nachgehen, keine Worte finden. Die Behörde möchte sich nun die soziale Struktur rund um Landwirten ansehen und Hilfe anbieten. Er sei überfordert gewesen. Unterstützung hätte es bestimmt gegeben, seitens Bauernkammer, der Behörde oder auch anderer Landwirte. Denn der Betroffene war kein Eigenbrötler; er galt als immer hilfsbereit. Der Hof liegt abseits der Straße, aber nicht aus der Welt. Und so etwas passiert nicht von einem Tag auf den anderen. Bestimmt haben die Kühe wohl aus Hunger und Schmerz „geschrien“. Ihre Rufe blieben unerhört. Bis sie verstummten – für immer. Weil keiner etwas bemerkt hat. Das verwundert, nicht nur Tierschützer.