Das sind zwei Paar Schuhe. Über die Biber und (k)ein Badeverbot.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 07. Mai 2019 (03:16)

Biber beherrschen weiter das Tal. In der Pielachtaler Sehnsucht nagen die Tierchen an den Weiden. Am Ebersdorfer See fällte ein Biber Bäume.

Mit einem Unterschied: In der einen Gemeinde lösen die Tiere einen Riesen-Wirbel aus. Nachdem ein „Tötungsversuch“ fehlgeschlagen war, wurde ein Badeverbot verhängt. In der anderen Gemeinde passiert gar nichts. Man will den kleinen Kerl lediglich im Auge behalten.

Verwunderlich – im ersten Moment. Beim zweiten Blick wird klar, dass sich Hofstetten nach dem Hecht-Urteil in einer Ausnahme-Situation befindet. Der Bürgermeister will nicht ein zweites Mal wegen eines Tier-Vorfalls vor dem Richter landen – verständlich.

In anderen Gemeinden gibt es diese Vorgeschichte nicht. Maßnahmen wie die Tiere „entfernen“ oder das Baden verbieten sind daher keine Option. Wer in einem See badet, muss damit rechnen, dass er diesen mit Tieren teilt. Ob man das will oder nicht, ist eine Entscheidung jedes einzelnen.