Künstler sind auch Botschafter. Nadja Straubinger über den Prophet im eigenen Land.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 05. Februar 2019 (04:25)

Er ist der „Pablo Picasso“ des Pielachtals – soeben hat der Weinburger Künstler Heinz Trutschnig den Preis der italienischen Akademien erhalten, der an den berühmtesten Surrealisten des 20. Jahrhunderts erinnert.

Auch in Amerika ist Trutschnig angesagt: Letztes Jahr stellte er zehn Werke im Museum of Modern Arts aus – dem Kunsttempel mit den bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst weltweit. In Niederösterreich ist der Trutschnig weniger gefragt. Zwar hat ihm Weinburg eine Anerkennungsurkunde verliehen, seine Ausstellungen brachten allerdings – wie er selbst sagt – nur mäßigen Erfolg. Ein klarer Fall von: Der Prophet im eigenen Land zählt nichts.

Kann sein, dass die Niederösterreicher und Pielachtaler nicht viel anfangen können mit surrealistischen Werken. Offensichtlich ist nur wenigen bewusst ist, dass der Künstler ein herausragender Botschafter des Pielachtals ist, der mit seinen Werken Geschichten erzählt, die humanistische Werte vermittelt.