Mit dem Kopf durch die Wand. Über die Zerstörung von Wahlplakaten.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 14. Mai 2019 (03:03)

Harald Vilimsky hat seinen Kopf verloren – auf den Wahlplakaten in Ober-Grafendorf. Vandalen schnitten das Gesicht des FPÖ-Europawahl-Spitzenkandidaten aus den Wahlaufstellern in der Gemeinde. Den Freiheitlichen in der Ortspartei treibt das die Zornesröte ins Gesicht, sie erstatteten Anzeige und bieten Geld für Hinweise, die zu den Verantwortlichen führen.

Die kontroversen Botschaften prangen weiter unter den großen Löchern im Karton. Ihnen mit grobem Vandalismus zu entgegnen, ist sicher nicht die richtige Antwort auf politische Statements, mit denen man nicht einverstanden ist, und klar strafbar. Das lässt nicht nur Harald Vilimsky kopflos erscheinen, sondern auch jene, die das aufgeheizte politische Klima weiter befeuern.

Schaden wird das weniger der FPÖ, die sich als Opfer destruktiver Mittel sieht. Es verstellt eher die Sicht auf wichtige Wahl-Themen und Inhalte – denn der Blick geht erst recht auf die kopflosen Plakate.