Nach Pension bleibt Lücke. Über den Nahversorger in Schwarzenbach.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 08. Oktober 2019 (03:16)

Weit in die Arbeit hatte es Karin Gamsjäger nicht. Direkt im Privathaus war sie angesiedelt, ihre kleine Greißlerei. Zur „Karin“ konnten die Schwarzenbacher immer schnell gehen. Wenn ihnen die Milch ausging oder ein Packerl Zucker. Oder wenn sie Lust auf Gesellschaft in der Kaffeeecke hatten.

Seit Ende September bleiben die Türen dort verschlossen. Denn nach 25 Jahren geht Karin Gamsjäger in Pension. Damit ist ein wichtiger Bestandteil des Ortes Geschichte. Und Schwarzenbach verliert mehr als einen Nahversorger. Mit Karin Gamsjäger geht eine Institution. Ein sozialer Treffpunkt, ein Stück Infrastruktur und eine Geschäftsfrau, die ihre Kundinnen und Kunden jeden Tag aufs Neue gern bediente. Ihren täglichen Bedarf werden die Ortsbewohner auch künftig decken können.

Mit dem Großeinkauf außerorts und den kleinen Besorgungen im Bioshop „Isbary Bioland“. Eine Lücke wird aber vorerst wohl bleiben. Denn ein Nachfolger für „die Karin“ ist aktuell nicht in Sicht.