Künstler engagieren sich für Klimaschutz. Mit Gemälden, Skulpturen, Diskussionen und Ballett beschäftigten sich kreative Geister in Klangen mit drängenden Fragen.

Von Maria Prchal. Erstellt am 15. September 2021 (04:05)
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Annika Korpitsch, Astrid Bahrenburg (vorne), Manfred Lasser, Gerhard Haiderer, Walter Riebl, Mike Gerstl, Karl Krendl, Erich Kovar und Jürgen Grazzi (v. l.) widmeten sich künstlerisch dem Klimawandel.
Andreas Daxböck

„Die Kunst spürt das früher, wenn eine Sache dringend wird“, ist Jürgen Grazzi vom Kunstbahnhof Klangen überzeugt. Deswegen kann und soll sie den Finger in die Wunde legen. Die Wunde: In diesem Fall der Klimawandel, deswegen hat Grazzi ihm ein Symposium mit Abschlussfest gewidmet. „Denn wir Künstler können einfach sagen, was wir uns denken. Ein Politiker muss an die nächste Wahl denken“, meint er.

Kunstmaler und Bildhauer beschäftigten sich rund eine Woche mit dem Thema „Planet Erde“. Wegen Covid zwei Mal verschoben, standen manche Kunstwerke schon länger zum Bewundern, andere kamen jetzt hinzu. Mehrere Tage konnten den Künstlern Besucher bei der Arbeit zuschauen.

Von Vortrag übers Wienerlied zur Oper

Das große Finale war ein Festival am Samstag: Klimawissenschafter Christian Salmhofer referierte und diskutierte mit dem Publikum. Die Andy Chows Band brachte Tom Waits auf Wienerisch auf die Bühne und die Volksopernlieblinge Reneé Schüttengruber und Mehrzad Montazeri Arien aus Opern und Operettenwelt. Gleich zwei Mal vertreten war der Solist des Europaballetts, Florient Cador. Einerseits stand er mit einer Choreographie zum Thema Klimawandel auf der Bühne, andererseits wurde der Franzose in einer großen Skulptur verewigt.

Der Klimawandel, der sei das langfristige Übel, ist Grazzi überzeugt. Aber auch das „Kurzfristige“ beschäftigte den Veranstalter: „Covid hat uns die Arbeit schwer gemacht.“