St. Margarethener Heimatmuseum wird saniert

Erstellt am 19. Januar 2022 | 05:49
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Klaus Kowar richtet das Heimatmuseum wieder her. Großes Lob kommt von Bürgermeisterin Brigitte Thallauer.
Foto: Thallauer
Klaus und Berta Kowar richten in mühevoller Arbeit Exponate wieder her.

Das Hochwasser vom August des Vorjahres machte vor dem Gemeindeamt nicht Halt. Dieses wurde überflutet und dabei das Heimatmuseum zerstört.

Viele Stunden Arbeit voller Akribie

„Es war ein totales Chaos“, erinnert sich Klaus Kowar. Er hat es sich mit seiner Gattin Berta zur Aufgabe gemacht, das Museum so gut wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Viele Stunden Arbeit voller Akribie haben sie bereits in die Reinigung der Ausstellungsstücke gesteckt. „Ich baue gerade die Stellagen auf, damit wir alles wieder einsortieren können“, erzählt er.

Die Sanierung läuft seit November und erfolgt in enger Kooperation mit der Gemeinde. „Wir wollen, sobald es möglich ist, wieder aufsperren“, sagt Kowar. Der Raum im Gemeindeamt kann dann wieder zu den Amtszeiten oder nach Voranmeldung auch im Zuge einer Führung mit Klaus Kowar besichtigt werden.

Aus Vitrinenbau wurde Aufgabe bis heute

Die Anfänge des St. Margarethener Heimatmuseums reichen bis ins Jahr 1959 zurück. Damals hat Schuldirektor Hermann Schusterbauer erste Ausstellungsstücke gesammelt. Diese waren in einer Vitrine im alten Gemeindeamt (dem Gebäude, wo heute der Nahversorger ist), ausgestellt. „Da gab es alte Gewehre aus der K & K-Armee und Geräte aus der Landwirtschaft zu sehen“, erzählt Kowar.

Dann lagen die Artefakte einige Jahre am Dachboden des FF-Hauses, bis sie im Keller des neuen Gemeindeamtes einen Platz fanden. Damals wurde Kowar aufgrund seines handwerklichen Geschicks angesprochen, die alte Vitrine wieder zusammenzubauen. Daraus wurde mehr.

Bis heute kümmert er sich mit seiner Gattin um das Museum. „Ein Besuch lohnt sich“, ist Kowar überzeugt, denn hier gibt es alles „aus dem Dorf-Gemüsegarten“, wie er meint, zu sehen - vom Geschirr über landwirtschaftliches Gerät bis hin zu Schriftmaterial oder sogar einen Messbecher aus dem 16. Jahrhundert.