1.200 Orgelpfeifen werden in Kirchberg restauriert. Das Innenleben der Pirchner-Orgel in Kirchberg wird gereinigt und reguliert. Gemeinde unterstützt mit 2.500 Euro.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 03. Juni 2020 (03:11)
Bürgermeister Franz Singer, Orgelbauer Zdenko Kuscer, Organist Engelbert Walsberger, Priester Martin Hochedlinger und Vizebürgermeister Severin Zöchbauer (von links).
Hackner

Mit Hochdruck wird seit der Vorwoche an der Generalsanierung der großen Pirchner-Orgel in der Pfarrkirche gearbeitet. Große Freude herrscht bei der Pfarre und beim Orgelkomitee: Auch die Marktgemeinde Kirchberg unterstützt dieses Projekt finanziell.

An die 1.200 Orgelpfeifen verschiedenster Größen werden von Zdenko Ernoic mit dem Kompressor ausgeblasen und danach gewaschen.
NOEN



Vom international bekannten Orgelbauer Zdenko Kuscer aus Varazdin in Kroatien und seinen beiden Mitarbeitern Damian Erlich und Zdenko Ernoic wird die Orgel in rund zweitausend Einzelteile zerlegt. Das gesamte Innenleben des Instrumentes wird gereinigt, nachreguliert und neu gestimmt. Verschleißteile werden getauscht. Die Arbeiten haben schon früher begonnen, da Zdenko Kuscer auch in Österreich einen Firmenstandort hat. Derzeit werden rund 1.200 Orgelpfeifen, von 10 Zentimetern bis gut 2,5 Meter Länge, mit dem Kompressor ausgeblasen und danach mit Wasser gereinigt. Bei der Besichtigung konnte Bürgermeister Franz Singer eine frohe Botschaft überbringen: „Der Gemeinderat hat den einstimmigen Beschluss gefasst, diese Arbeiten mit einem Beitrag von 2.500 Euro zu unterstützen.“

Moderator Martin Hochedlinger dankt im Namen des Orgelkomitees: „Dieses Projekt kommt mehreren Generationen zugute. Die Zusammenarbeit zwischen Pfarre und Gemeinde funktioniert ausgezeichnet.“ Gedankt wurde auch dem Organisten Engelbert Walsberger, der sich an der Spitze des Orgelkomitees und ehrenamtlich von Beginn mit großem Engagement für die Abwicklung dieses Projektes einsetzt. „Da wir wegen Corona keine Benefizveranstaltungen machen konnten, ersuchen wir um Spenden, um die Orgelsanierung ausfinanzieren zu können. Spender erhalten sogar Urkunden überreicht“, so Walsberger, der betont: „Man wird die Orgel nach der Sanierung nicht mehr wiedererkennen.“
In der dritten Arbeitswoche kommt dann mit Ferdinand Stemmer aus der Schweiz einer der besten Orgelbauer der Welt nach Kirchberg. Dank einer Arbeitserlaubnis darf er schon vor der Grenzöffnung einreisen. Er unterstützt Zdenko Kuscer kostenlos, weil dieser bei ihm gelernt hat und auch schon öfters aushalf.