78 Prozent für Markt. Befragung zeigt Wünsche der Bevölkerung und Entwicklungspotenzial auf. Schrittweise Umsetzung geplant.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 22. September 2014 (11:14)
Freuen sich schon auf die weitere Zusammenarbeit für die Standortentwicklung von Ober-Grafendorf: Standortentwickler Thomas Egger, Markus Brandstetter, Ewald Paukowitsch, Franz Seel, Rainer Handlfinger, Werner Brückler, Tamara Czuberny, Josef Wieder, Fritz Ettl, Josef Moderbacher, Erich Kovar, Walter Horinek, Bernd Bauer, Roman Kadanka und Gottfried Berndl.
NOEN, Nadja Straubinger
Ein Bauernmarkt und ein Ärztezentrum – das sind die größten Wünsche der Ober-Grafendorfer an ihre Gemeindeführung. 78 Prozent sprechen sich für die Einführung des Marktes aus, 72 Prozent für das Ärztehaus. Ganz oben auf der Wunschliste stehen auch Betriebsansiedelungen (64 Prozent), ein Radweg durch das Ortszentrum (56 Prozent) und ein größeres Wohnraum-Angebot (54 Prozent).

Das sind einige Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung des Standort-Entwicklers Egger und Partner. „Der Umfang war sicher eine Hürde, aber dafür haben wir qualitätsvolle Antworten bekommen“, betont Thomas Egger. Die Studie ist Grundlage für ein Strategiehandbuch, das schrittweise umgesetzt werden soll. „Der große Wunsch nach einem Bauernmarkt ist überraschend, der nach einem Ärztezentrum weniger. Da haben wir schon konkrete Pläne“, interpretiert Bürgermeister Rainer Handlfinger die Ergebnisse.

Zukunftsteams trifft sich am 8. Oktober

Insgesamt zeigen sich die Ober-Grafendorfer mit der Entwicklung ihrer Gemeinde sehr zufrieden. Ein Durchschnittswert von 7,8 von maximal zehn Punkten wurde für die Aussage „Es gibt gute Gründe, in Ober-Grafendorf zu wohnen und zu leben“ vergeben.

74 Prozent der Bürger halten den Ort für attraktiv, weil es gute Kindergärten, Schulen und Bildungseinrichtungen, hohe Lebens- und Wohnqualität, gute Verkehrsinfrastruktur, attraktives Sport- und Freizeitangebot sowie Naherholungsgebiete gibt. Darauf soll nun aufgebaut werden. Das erste Treffen der Zukunftsteams findet am Mittwoch, 8. Oktober, um 19 Uhr in der Pielachtalhalle statt.


Infos zur Befragung

Im Juli und August 2014 wurde an rund 2.000 Haushalte verschickt, 533 Antworten (27 Prozent) kamen zurück.

• Teilnehmer: jeweils 50 Prozent männlich und weiblich
• Altersverteilung in Prozent: 16 bis 19 Jahre: 4; 20 bis 34 Jahre: 23; 35 bis 49 Jahre: 31; 50 bis 64 Jahre: 26; 65 Jahre und älter: 16.
• Schulbildung in Prozent: Volks-/Hauptschule: 11, Lehre/mittlere Schule/Meister: 47,
Matura: 27, Universität/Fachhochschule: 15.
• Haushaltsgrößen in Prozent: 1 Person: 15; 2 Personen; 41; 3 bis 4 Personen: 36; 5 oder mehr: 8