Debatte um Camping am Ebersdorfer See. Gemeinderat Walter Horinek (Grüne) sieht Probleme bei der Zunahme von Camping am See. Großer Punkt ist der Abfall.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 05. November 2019 (04:22)
Der Parkplatz am Ebersdorfer See wird immer beliebter bei „wilden“ Campern.
Burmetler

Eine deutliche Zunahme „wilden Campings“ am Ebersdorfer See vermerkt der Gemeinderat Walter Horinek (Grüne). „Ich kontrolliere dort in meiner Funktion als Polizist häufig.“ Manche der Camper würden gar einige Tage am See-Parkplatz Station machen.

Vor allem die Abfallentleerung sieht Horinek als Problem und bei längerer Standzeit die Entleerung von Flüssigkeiten. „Weder das Grauwasser aus dem Abwassertank noch der Inhalt aus dem Camping-WC sollte aufgrund der enthaltenen Chemie einfach in freier Natur entleert werden und ins Grundwasser gelangen“.

Es sei davon auszugehen, dass in der Zukunft mit einem weiteren Anstieg von Fahrzeugen am Ebersdorfer See zu rechnen ist, warnt Walter Horinek: „Die Campingbranche ist sehr gut vernetzt. Die Nähe zur Autobahn ist gegeben.“ Der Gemeinderat sieht Handlungsbedarf: Entweder, indem ein finanzieller Beitrag verlangt und dafür entsprechende Infrastruktur geschaffen werde.

Oder aber: „Definieren wir am See eine Fläche von drei bis vier Parkplätzen für Campingfahrzeuge mit einer zeitlichen Begrenzung der Abstelldauer.“ Walter Horinek: „Ich würde mir wünschen, dass der Ebersdorfer See auch in Zukunft das bleibt, was er ist: ein tolles Naherholungsgebiet und kein ‚Touristen-Hotspot‘.“

Bürgermeister Rainer Handl finger sicherte zu, die Anregung im Gemeindeausschuss zu behandeln, dort sollen Lösungsvorschläge erarbeitet werden, die dann im Gemeinderat abgestimmt werden.

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