Gemeinde warnt vor Gefahr auf dem Eis. Gemeinde gibt Ebersdorfer See nicht zum Eislaufen frei. „Das Risiko wäre zu hoch“, sagt Bürgermeister Rainer Handlfinger.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 06. Februar 2019 (05:57)
Nadja Straubinger
Tauwetter: Nach dem Temperaturanstieg am Wochenende sind die Eisplatten am Ebersdorfer See großteils geschmolzen. Auch bei kälteren Temperaturen und dickeren Eisplatten gibt die Gemeinde das Gewässer nicht offiziell zum Wintersport frei.

In den vergangenen Wochen hätte man wieder in Versuchung kommen können: Wenn Eis den Ebersdorfer See bedeckt, wagen sich immer wieder Menschen auf das gefrorene Gewässer, einige packen dafür sogar ihre Schlittschuhe aus. Vor dem Temperaturanstieg am Wochenende rätselten auf „Facebook“ einige, ob man den See zum Eislaufen nutzen könne.

Wer das tun will, begibt sich jedoch wortwörtlich auf dünnes Eis. Freigegeben wird der Ebersdorfer See von der Gemeinde zum Wintersport generell nicht. „Das wäre ein zu großes Risiko“, meint Bürgermeister Rainer Handlfinger. Verboten ist das Eislaufen dort grundsätzlich nicht, möglich aber nur auf eigene Gefahr. „Ich würde nicht dazu raten“, meint Handlfinger.

Wasserrettung hat Tipps für den Notfall

Auch die St. Pöltner Wasserrettung, die in der Landeshauptstadt den Ernstfall eines Eiseinbruchs übte, warnt vor der Gefahr. Sollte es trotz allem zum Notfall kommen, haben die Mitglieder lebensrettende Tipps parat: Wenn man einbricht, sollte man die Arme ausstrecken, um ein Eintauchen unter die Eisschollen zu verhindern. Brüchiges Eis sollte man mit den Armen versuchen wegzubrechen, bis wieder tragfähiges Eis erreicht wird. Helfern sollten vom Ufer aus einen Notruf absetzen und mit Stöcken oder Ästen versuchen, den Verunfallten aus dem Wasser zu ziehen.

Um risikofrei Schlittschuhfahren zu können, war es in Ober-Grafendorf heuer noch nicht kalt genug: „Der ESK macht immer wieder einen Natureislaufplatz, momentan ist es dafür aber zu warm“, so der Ortschef.