Neuerliche Probleme mit Post-Zustellung. 110 Haushalte erhielten keinen Müllabfuhr-Kalender. „Es scheitert am System, nicht an den Briefträgern“, meint der Ortschef.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 15. Januar 2019 (04:29)
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„Wo ist der Müllabfuhr-Kalender?“ – diese Frage stellten sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Ober-Grafendorfer. Sie griffen deshalb zum Telefon, um bei der Gemeinde nachzufragen. „Wir stehen seither im Gespräch mit der Post“, erklärt Bürgermeister Rainer Handlfinger. 

Am Gemeindeamt laufen die Telefone heiß. „110 Bürger haben bereits angerufen und uns darauf hingewiesen, dass sie keinen Müllabfuhr-Kalender erhalten haben“, erzählt Bürgermeister Rainer Handlfinger. Auch die letzte Gemeindezeitung sei in vielen Haushalten nie angekommen. „Die Post hat nach wie vor schwerste Zustellungsprobleme“, ärgert sich der Ortschef.

Für ihn steht damit fest, dass die Schuld nicht bei einzelnen Briefträgern liege. Nachdem im Vorjahr bekannt wurde, dass eine Zustellerin Post, die sie austragen sollte, in einer Scheune versteckte, wurde die Mitarbeiterin entlassen. „Die Situation hat sich seither aber nicht gebessert. Das zeigt, dass es am System scheitert und nicht an den Zustellern. Es ist eine Sauerei, dass man sich da auf die Mitarbeiter ausredet“, meint Handlfinger.

Post-Sprecher David Weichselbaum verneint ein allgemeines Problem im System der Post. Dass es in Ober-Grafendorf neuerliche Schwierigkeiten gibt, ist ihm aber bereits bekannt. „Das tut uns leid“, bedauert er. Der Briefträger, der nun für das Gebiet zuständig ist, mache seine Arbeit gut. Für das Austragen der Kalender und Gemeindezeitungen sei die Post-Tochter Feibra verantwortlich. „Da läuft offenbar etwas schief. Wir sind aber schon mit den Kollegen im Gespräch“, so Weichselbaum. Damit in Zukunft alles in den Haushalten ankommt, übernimmt die Post die komplette Zustellung in Ober-Grafendorf bis auf Weiteres wieder selbst.