Polizei als Förderer der Special Olympics. Gerhard Lusskandl und seine Exekutivkollegen setzen sich für mehr Inklusion besonderer Hochleistungssportler ein.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 25. Februar 2020 (04:00)
Besondere Polizisten zeigen Engagement für besondere Sportler. Im Bild, von links: Sonja Rammer (Mutter einer Athletin), Bertram Kieln (Polizei Thüringen, Vorarlberg), Gerhard Lusskandl (Polizei Ober-Grafendorf), Anna Rammer (Special-Olympics-Athletin), Thomas Böhm (Landespolizeidirektion NÖ), Karl Pyringer (Polizei Altlengbach) und Jürgen Schoderböck (Polizei Ober-Grafendorf).
privat/Payer

Seit mehreren Jahrzehnten macht sich die Exekutive weltweit für Special Olympics stark. Dieses Spendenprojekt, das 1982 ins Leben gerufen wurde, nennt sich „Law Enforcement Torch Run“ (LETR) und ist die bedeutendste Spendenaktion für Special Olympics. Rund 100.000 Polizisten weltweit gehören dieser Bewegung mittlerweile an und machen, auch mit einer olympischen Fackel quer durchs Land laufend, auf Sportler mit besonderen Bedürfnissen aufmerksam. Obmann des Vereins „Polizei für Special Olympics“ ist der Ober-Grafendorfer Polizist Gerhard Lusskandl.

„Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für die Special-Olympics-Bewegung zu stärken“, erklärt er. Denn diese geht oft im normalen Sportgeschehen unter. Und das, obwohl diese Sportler Höchstleistungen erbringen. Aus diesem Grund wollte er auf den Verein aufmerksam machen. Dafür wurde Kriminalpsychologe Thomas Müller für einen Vortrag in die Pielachtalhalle geholt. Er referierte zum Thema „Keine Angst vor der Angst – eine Spurensuche nach Sinn und Unsinn, der Angst zu viel Raum im Leben geben“.

Angst ist auch bei den Sportlern mit besonderen Bedürfnissen allgegenwärtig, weiß Lusskandl: „Es sind dann meist Berührungsängste, weil sie wissen, dass sie anders sind. Im Wettkampf kennen sie keine Grenzen. Dann ist eine überschwängliche Berührung ganz normal.“ Förderer für den Verein werden gesucht. Infos unter specialolympics.at