Rennersdorfer Generationenbaum musste weichen. Aufgrund von Sicherheitsmängeln und Alter war Umschnitt der beliebten Linde in Rennersdorf (Gemeinde Ober-Grafendorf) nötig.

Von Bernhard Burmetler. Erstellt am 21. Oktober 2019 (14:14)

In der Ober-Grafendorfer Katastralgemeinde Rennersdorf musste vom ältesten Baum der Marktgemeinde Abschied genommen werden. Die 600 Jahre alte Linde mit einem Stammumfang von 4,72 m neben der Kapelle musste aufgrund von Sicherheitsbedenken und Gefahr im Verzug gefällt werden.

Aufmerksam wurde die Gemeinde durch den Abfall eines riesigen Totholzteils. Bohrungen im Bereich der Stämmlinge nahe dem Stammkopf ergaben einen fortgeschrittenen Holzabbau, außerdem befand sich der alte Baum im Zustand der Zersetzung. Jedoch zeigten weitere Bohrungen im Bereich des Stammfußes in die lastabtragenden Wurzelanläufe keine schwerwiegende Wurzelfäule auf, daher wäre die Standsicherheit weiterhin als ausreichend zu bewerten gewesen.

Weitere gutachtliche Punkte waren jedoch die tief ins Holz eingewachsene Kette, die unter massiver Spannung stand sowie die über ein neuerrichtetes Einfamilienhaus ragende Krone. „Die alte Linde in Rennersdorf wäre, wenn überhaupt, nur mit sehr aufwendigen Maßnahmen zu sanieren gewesen. Ich bin sehr traurig über die Fällung“, bedauert Ortschef Handlfinger. „Aber ich denke, dass der Baum seine Aufgaben erfüllt hat!“