Rubner hebt auf Philippinen ab. Nach Mactan Cebu wurde nun der noch größere Airport Clark ebenso mit Konstruktionen aus Ober-Grafendorf errichtet.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 03. Dezember 2019 (04:36)
Rubner-Geschäftsführer Roman Fritz in Ober-Grafendorf mit einem Modell des nun fertiggestellten Flughafens Clark. 2018 war Projektstart.
Groihofer

Erneut schloss Rubner Holzbau ein Riesenprojekt auf den Philippinen ab: 2020 wird der Clark International Airport auf der philippinischen Insel Luzon eröffnet. Die Tragkonstruktionen sowie das Dach für den gesamten Hallen- und Passagierbereich stammen vom Ober-Grafendorfer Ingenieurholzbau-Betrieb. Auch für den im Vorjahr fertiggestellten und mittlerweile international ausgezeichneten philippinischen Flughafen Mactan Cebu, der jährlich 12 Millionen Passagiere zählt, hatte der heimische Ingenieurholzbau-Betrieb die Brettschichtholz-Dachkonstruktion und das Tragwerk angefertigt und montiert.

Rund 7000 Kubikmeter Brettschichtholz lieferte und montierte Rubner nun für das Projekt Clark, die Dachfläche umfasst etwa 47.000 Quadratmeter – damit ist Clark 1,5 Mal größer als das Vorgängerprojekt.

„Nun haben wir die letzte Montagetätigkeit abgeschlossen, erzählt Roman Fritz, Geschäftsführer von Rubner-Holzbau. Sieben Mitarbeiter waren für die Errichtung vor Ort. Zuvor wurde die Fichten-Konstruktion in mehreren Lieferungen erst von Ober-Grafendorf zum Kremser Hafen und von dort aus über den Seeweg nach Asien gebracht. „Etwa drei Monate dauerte der Transport“, so Roman Fritz. Sämtliches Holz, das vom Fachpersonal im Pielachtal verarbeitet wird, bezieht Rubner aus der Steiermark: Roman Fritz: „Unser Grundmaterial schippert nicht durch die Welt.“

„Wir haben eine Vertriebsregion in einem Teilbereich Asiens und bespielen dort aktiv eine Außenstelle.“

Mittlerweile hat sich Rubner Holzbau in Asien einen Namen gemacht: „Wir haben eine Vertriebsregion in einem Teilbereich Asiens und bespielen dort aktiv eine Außenstelle.“ Die Region sei sehr dynamisch, so der Rubner-Chef: „Internationale Trends, zu denen auch der Ingenieurholzbau zählt, sind dort schneller realisierbar als in einem nicht ganz so beweglichen europäischen Umfeld.“ In Asien werde von Auftraggebern dabei wesentlich mehr auf die persönliche Beziehung geachtet: „Was zugesagt wird, muss eingehalten werden, zu den Bedingungen, die vereinbart wurden“. Folgeprojekte in der Region sind angedacht und bereits in Umsetzung: An einem Headquarter für die Building and Construction Authority in Singapur wird schon gearbeitet.