Ober-Grafendorf

Erstellt am 02. Februar 2019, 04:48

von Lisa-Maria Seidl

Einwohnerzahl: Guter Platz zum Leben. In den letzten vier Jahren sind die meisten Gemeinden leicht gewachsen.

Die Bürger des Pielachtals und von St. Margarethen schätzen die Nähe zur Natur und zur Landeshauptstadt.  |  Straubinger

Das Pielachtal ist ein guter Ort zum Leben. Das versuchen die Gemeinden mit Imagekampagnen im Rahmen der gemeinsamen Wohnstandortvermarktung zu vermitteln. Auch die Einwohnerzahlen der letzten fünf Jahre zeigen in den meisten Gemeinden ein leichtes Wachstum. Gründe sind eine positive Geburtenbilanz sowie Zuzug. Den größten Bevölkerungszuwachs hat mit einem Plus von 114 Personen zwischen 2015 und 2019 die Gemeinde Rabenstein zu verzeichnen, gefolgt von Hofstetten-Grünau mit einem Zuwachs von 75 und Kirchberg mit 70 Personen mehr.

Gerade die hinteren Gemeinden des Tals haben seit Jahren mit dem Schrumpfen der Bevölkerung zu kämpfen. Besonders erfreulich ist daher die Situation in Schwarzenbach, wo es im letzten Jahr durch Zuzug ein Plus von 12 Personen gab. „Wir sind mit dem Jahr 2018 sehr zufrieden. Es handelt sich bei den Zuzüglern um ältere Menschen, aber auch um Ehepaare mit Kindern, die die Ruhe und die Nähe zur Natur suchen“, erklärt Bürgermeister Ernst Kulovits. Ob dieser Aufwärtstrend anhalten wird, bezweifelt er zwar, aber: „Es freut uns, dass sich Menschen dazu entscheiden, sich auch in einer kleinen, beschaulichen Gemeinde niederzulassen. Unser Ziel ist, den Abgang in Grenzen zu halten.“

Geschrumpft ist die Bevölkerung in Frankenfels, Loich und St. Margarethen. Das Minus in Frankenfels erklärt sich vorwiegend durch die abnehmende Zahl an Asylwerbern. „Lebten im Jahr 2015 noch 70 Flüchtlinge in Frankenfels, sind es aktuell nur mehr 20“, erklärt Bürgermeister Franz Größbacher. „Man muss diese Zahlen immer im Zusammenhang sehen.“

In St. Margarethen ist die Nachfrage nach Wohnungen groß. „Wir haben viele Interessenten, aber eine Knappheit an Baugründen“, erklärt Bürgermeister Franz Trischler. Von den 18 Baugründen, die die Gemeinde von der Kirche ankauft, sind 13 bereits wieder vergeben. „Wir hoffen, dass heuer oder nächstes Jahr wieder eine Genossenschaft mit einem Bau beginnt“, so Trischler.