Kosten für „Dirndltaler“. Im Rahmen der Blindverkostung wurden rund 65 Edelbrände und Liköre bewertet. Nur Qualitätsprodukte dürfen das begehrte Etikett führen.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 17. Januar 2019 (05:08)
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Bei der Bewertung dabei waren Martin Riegler, Leo Suppan, Obfrau Elfriede König, Obstbaureferent Andreas Ennser, Katharina Daxböck und Karl König sowie (stehend) Stefan und Elisa Enne, Maria Schweiger, Michael Gonaus, Franz Kirchner, Anton König, Viktoria Daxböck, Herta Kapeller, Josef Enne und Thomas Wagner.

Die jährliche Blindverkostung mit der Bewertung edler Brände und Liköre unter fachmännischer Beratung eines Experten ist die Voraussetzung für die Topqualität der Produkte der Mitglieder der „Dirndl-, Edelbrand-, Dörrobstgemeinschaft Pielachtal“.

Die Bewertung wurde unter Anleitung von Andreas Ennser, dem Obstbaureferenten der NÖ Landwirtschaftskammer, im Gasthaus Kemetner in Schwerbach durchgeführt und dauerte mehrere Stunden. Obfrau Elfriede König berichtet: „Dieses Jahr wurden 35 Edelbrände und 30 Liköre eingereicht. Es dürfen ausschließlich Erzeugnisse, die mindestens 14 Bewertungspunkte oder mehr erreichen, das Etikette unserer Edelbrandgemeinschaft ,Die Dirndltaler‘ führen.“ Der Fachmann gibt den Landwirten für die Bewertung Tipps und Ratschläge. „Die ständige Weiterbildung ist die Grundlage dafür, dass unsere Mitglieder bei den Edelbrandprämierungen so viele Auszeichnungen bekommen“, ist König überzeugt.

„Die ständige Weiterbildung ist die Grundlage dafür, dass unsere Mitglieder bei den Edelbrandprämierungen so viele Auszeichnungen bekommen.“ Elfriede König, Obfrau

Es wurden edle Brände wie Dirndl, Birne, Apfel, Seiberl, Kriecherl, Zwetschke, Nagawitz, Wacholder oder Dirndl-Gin verkostet. Bei den Likören waren wiederum Produkte wie Quitte, Johannisbeere, Honiglikör, Kräuter und Nüsse zu bewerten. Elfriede König informiert dazu: „Im Vorjahr war die Ernte beim Obst grundsätzlich extrem ertragreich. Bei der Dirndl war der Ertrag etwas weniger. So manche Dirndlfrüchte sind ob der großen Hitze verdorrt.“ Und Obstbaureferent Ennser berichtet: „Die Qualität war sehr gut aufgrund des reichen Obstjahres. Die Brenner mussten aber bei der Meische sehr aufpassen, da das Obst fast überreif war“. Freuen können sich die Mitglieder der Edelbrandgemeinschaft darüber, dass sie durch ihre vielfältigen Aktivitäten großes Ansehen bei der NÖ Landwirtschaftskammer genießen.