Landjugend holt zwei Mal Gold fürs Tal. Das Dörrhaus-Projekt der Landjugend Hofstetten-Grünau überzeugte die Jury, ebenso der Naturstammtisch der Ober-Grafendorfer. Silber-Auszeichnung ging an Rabenstein.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 05. Juni 2020 (03:52)
Das Dörrhaus am Atlashof ist eines der drei prämierten Pielachtal-Projekte.
LJ/Gemeinde Hofstetten

Die Mühen der Pielachtaler Landjugend haben sich gelohnt. Für die Teilnahme am Projektmarathon „Tatort Jugend 2019“ gab es unter allen landesweit eingereichten Projekten gleich mehrere Top-Auszeichnungen.

Die Landjugend Hofstetten-Grünau wurde für ihr Projekt „Obstschmaus im Dörrhaus“ mit Gold gewürdigt. „Die Auszeichnung freut uns wirklich sehr“, betonen die Landjugendleiter Elisabeth Enne und Johannes Heindl. Das Dörrhaus, das es zu revitalisieren galt, bezeichnen sie als die bislang schwierigste Aufgabe, die sie im Rahmen von Projektmarathons umsetzen mussten. „Schon alleine das Maueraufstellen hat 16 Stunden gedauert; dann musste noch der Dachstuhl errichtet werden“, erinnert sich Enne. 40 Mitglieder hätten teilweise rund um die Uhr daran gearbeitet, um die Aufgabe in der vorgegebenen Zeit von 42,195 Stunden umzusetzen. „Wir sind bis an unsere Grenzen gegangen“, sagt Heindl. Dass die Auszeichnung unumstritten verdient sei, betont Hofstettens Vizebürgermeister Wolfgang Grünbichler: „Das war ein geniales Projekt für einen sozialen Zweck. Am Antlashof wird das Dörrhaus gut genutzt.“

Nicht weniger Freude herrscht bei der Landjugend Ober-Grafendorf. Sie heimste Gold für ihr Projekt „Nachhaltig verwurzelt – der St. Margarethener Naturstammtisch“ ein. Mit Pflanzen, Bienenkästen und mehr wurde ein Gemeinschaftsplatz beim Hochwasserbehälter St. Margarethen gestaltet. „Der Projektmarathon ist Jahr für Jahr eine super Gelegenheit zu zeigen, wie gut wir als Team funktionieren“, erklärte Lisa Stuphan im vergangenen September im NÖN-Interview. Auch die Rabensteiner Kollegen haben top abgeschnitten. Ihr Projekt, der „schwebende Dirndltaler“, ein überdimensionales Saftgefäß, erhielt Silber. Außerdem errichteten sie noch ein Eingangsportal für die Gemeinde, das als Veranstaltungstipp dienen soll. Weiters bauten sie Trennwände für die Freiluftbühne am Oggersheimer-Platz und mehrere Nützlingshotels.