Mundart-Dichterin eifrig am Schreiben. Aloisia Secnicka überarbeitet gerade ihr nächstes Werk und fügt noch passende Geschichten über die jetzige Situation ein.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 05. April 2020 (04:37)
Auf das umfangreiche Schaffen kann Schriftstellerin Aloisia Secnicka aus Rennersdorf stolz sein. Ihre unterhaltsamen Texte verfasst sie im Dialekt.
privat

Alle zwei Jahre erscheint ein neues Buch der Pielachtaler Mundart-Dichterin Aloisia (Loisi) Secnicka. Heuer wäre ihr achtes dran, aber der Rhythmus wird notgedrungen unterbrochen. „Die Illustrationen und dann der Druck sind derzeit nicht möglich“, sagt sie zur Verschiebung der Veröffentlichung auf 2021.

Nun nützt die Autorin die Zeit zum Korrekturlesen sowie Überarbeiten ihrer Texte. Gesucht wird zudem noch ein Titel für das Werk. „Der besteht immer aus drei Wörtern“, erklärt die Rennersdorferin ein weiteres Markenzeichen neben der Dialektpflege von ihr.

„Das Kompliment von Waltraud Haas, dass sie sich über meine Geschichten köstlich amüsiert hat, freut mich sehr.“ Aloisia Secnicka

Passende G’schichtln zur jetzigen Situation hat Aloisia Secnicka auch schon verfasst. „De Finga san van putz‘n wund, doch Hauptsoch is mia san nu g‘sund. Bitte Leit tuat‘s de Vurschrift‘n ei‘hol‘n, weil ma olle g‘sund bleib‘n woll‘n. Es sogt uns da Vastaund, wir schaff‘n des nua miteinaund“, hat sie über das Coronavirus verfasst.

Unermüdlich ist das Schaffen der 61-Jährigen. Ihre Themen, welche genauso zum Nachdenken anregen sollen, verpackt sie in humorvolle Zeilen. „Ich möchte unterhalten“, betont die Schriftstellerin.

Mit zahlreichen Lesungen quer durchs Land – ob vor großer Kulisse oder im kleineren Rahmen – bringt sie ihre Dichtkunst dem Publikum ebenfalls näher. „Ich werde auch von Vereinen und Firmen eingeladen, war bei der Langen Nacht der Kirchen dabei“, erzählt Aloisia Secnicka.

Das Interesse am Schreiben entwickelte sich bei der mittlerweile pensionierten Verkäuferin früh. Ihr erstes Buch entstand jedoch 2006 nach der Teilnahme am Literatur-Karussell-Wettbewerb. In der Jury befand sich damals Schauspiel-Legende Waltraud Haas. „Das Kompliment von ihr, dass sie sich über meine Geschichten köstlich amüsiert hat, freut mich noch immer sehr“, ist Aloisia Secnicka über das Lob aus prominentem Munde angetan.