E-Fahrtendienst: Bus braucht Lenker. Ob zum Bahnhof, zum GuK oder zum Arzt in Rabenstein: Mit dem „Hoi-mi-Raben“ soll die Mobilität klimafreundlich gefördert werden.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 23. April 2021 (04:14)
Gemeindevertreter, die EnU und Bürger nahmen an der Hoi-mi-Rabe-Vorstellung via Zoom teil.
Martin Ruhhofer/ eNu, Martin Ruhhofer/ eNu

„Hoi-mi-Rabe“: So lautet der Name des neuen gemeinnützigen Vereins zur Umsetzung eines E-Fahrtendienstes im Ort.

Diesen stellte die Gemeinde mit Vereinsobmann Erwin Lössl und Martin Ruhrhofer von der Energie- und Umweltagentur (eNu) bei einer Zoom-Konferenz den Bürgern vor. Ziel des E-Fahrtendienstes ist es, die Mobilität der Bürger im Ort zu fördern, ohne, dass diese aufs Privatfahrzeug angewiesen sind. Die EnU stellt dabei für ein halbes Jahr kostenfrei ein Elektrofahrzeug zur Verfügung. Anders als beim E-Carsharing gibt es beim E-Fahrtendienst ehrenamtliche Fahrer, die bestellte Fahrten durchführen. Diese Lenker werden nun gesucht. „Voraussetzung ist ein Führerschein der Klasse B sowie die Teilnahme an einer Schulung in einer Fahrschule“, erklärte Lössl.

„Wir wollen keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln sein“

Alle Fahrer sind, so lange sie nicht fahrlässig handeln, versichert. Die Fahrten erfolgen nur im Gemeindegebiet von Rabenstein wie zum Bahnhof oder GuK, in Ausnahmefällen, wie zu Fachärzten, können diese in Nachbarorte durchgeführt werden. Beim E-Fahrtendienst nimmt die soziale Komponente einen hohen Stellenwert ein. So können Ältere wieder vermehrt am Gemeindeleben teilhaben. Jeder kann dem Verein beitreten, den E-Fahrtendienst können aber nur Vereinsmitglieder nutzen. „Wir wollen keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln sein“, betonte Martin Ruhrhofer. Daher ist geplant, dass sich der E-Fahrtendienst an den Fahrplan der Himmelstreppe anlehnt. Infos zum „Hoi-mi-Rabe“ gibt es in der gleichnamigen Facebook-Gruppe.