Weihnachtswunder: Dieb sendet Geld per Post an Besitzer. Über 3.000 Euro entwendete jemand nach Sparvereinauszahlung aus einer Jackentasche. Wenige Tage später kam der Briefträger mit einer Überraschung.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 18. Dezember 2018 (13:38)
Symbolfoto: Straubinger
Weihnachtswunder in Rabenstein: Ein reuiger Dieb schickte seine Beute dem Besitzer mit der Post zurück.

Wirklich daran geglaubt, dass er sein Geld und das seiner Familie wiederbekommt, hat er nicht. Mehr als 3.000 Euro waren dem Rabensteiner bei der Sparvereinsauszahlung aus der Jackentasche entwendet worden. Groß ist nun die Freude nicht nur bei ihm, sondern auch bei Sparvereinsobmann Arnold Streicher.: „Das ist wirklich ein Weihnachtswunder! Das Geld ist bei dem Betroffenen per Post eingelangt und es war alles bis auf den Cent da.“

Wenige Stunden zuvor war die Stimmung im Verein noch mehr als trüb. Der Obmann dachte sogar an die Auflösung des Vereins „Chaos“. Denn als die vier Auszahlungssäckchen mit insgesamt mehr als 3.000 Euro aus der Jackentasche des Mitglieds verschwanden, waren nur an die 35 Personen im Vereinslokal.

„Das ist wirklich ein Weihnachtswunder! Das Geld ist bei dem Betroffenen per Post eingelangt und es war alles bis auf den Cent da.“ Arnold Streicher, Obmann Sparverein „Chaos“

Der Obmann zeigte sich entsetzt. Für ihn war klar: „Das Geld hat jemand genommen, den wir kennen.“ Trotz einer Anzeige bei der Polizei hatten sich die Mitglieder immer gewünscht, dass sich alles von selbst löst.

Streicher appellierte in der aktuellen Printausgabe der Pielachtaler NÖN noch an die Menschlichkeit: „Wer das Geld genommen hat, soll es in einem Kuvert in den Briefkasten eines Vereinsmitgliedes oder direkt in den Briefkasten des Geschädigten stecken.“ Und das Geld landete dann tatsächlich bei der Post. Der Briefträger brachte dann den Umschlag mit dem ganzen Betrag dem Geschädigten zurück.