Kinder-Menüs aus neuer Betriebsküche. Gasthaus Gapp versorgt Schule und Kindergarten mit warmen Speisen. Zum Zubereiten hat die Wirtin jetzt mehr Platz.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 22. August 2019 (02:06)
privat
In der neuen Küche: Susi Gapp mit Sebastian und Daniel Gapp sowie Thomas Gapp.

Montag: Schnitzel, Dienstag: Kaiserschmarrn, Mittwoch: Pute mit Rahmsauce, Donnerstag: Eiernockerl, Freitag: Spaghetti. Dafür, dass in der Schule und im Kindergarten jeden Tag ein warmes Mittagessen auf dem Tisch steht, sorgt in Weinburg der Dorfwirt Gapp. Um die Speisen für die jüngsten Gemeindebürger kochen zu können, hat er nun eine perfekt ausgestattete Betriebsküche.

Die kleine, bereits in die Jahre gekommene Küche des Gasthauses wurde in den vergangenen drei Monaten völlig umgebaut. Die Räume sind jetzt doppelt so groß, Geräte wurden getauscht, die Lüftung erneuert. „Jetzt haben wir eine moderne Küche, die dem Stand von heute genügt.“ Dort bereitet Chefin Susanne Gapp ab September wieder die Speisen für die jüngsten Bürger zu.

"Kinder sind nicht heikel, wenn man sie nicht verwöhnt"

Rund 15 Kinder nehmen das Angebot in Anspruch. Jeden Tag gibt es ein Menü. Wenn Sonderwünsche bestehen – „etwa weil Moslems kein Schweinefleisch essen oder jemand Vegetarier ist“ – werde eine Alternative vorbereitet. „Der Fall war das noch nie. Kinder sind nicht heikel, wenn man sie nicht verwöhnt“, lacht Thomas Gapp, der seiner Gattin in der Küche hilft und das Essen in Schule und Kindergarten bringt.

Und auch neben dem Kochen für die Kinder wird die Arbeit im Gasthaus nicht weniger: „Das kommt daher, dass immer mehr Wirtshäuser zusperren und die Auswahl für die Gäste kleiner wird“, weiß Gapp.

Neben dem normalen Wirtshausbetrieb und der Essenslieferung für Schule und Kindergarten, bietet die Familie Gapp,
die oft Hilfe von Sohn Sebastian bekommt, auch Catering an.

Dass es „den Gapp“ bei so viel Motivation der Wirtsleute und der Investition in die neue Betriebsküche noch lange geben wird, ist Weinburgs Bürgermeister Peter Kalteis überzeugt: „Der Standort ist damit gesichert. Es freut mich irrsinnig, dass wir den Dorfwirt jetzt auf jeden Fall für die nächsten 20 Jahre erhalten“, meint Peter Kalteis, der sich ein erstes Probe-Essen aus der neuen Betriebsküche im Gasthaus Gapp bereits schmecken ließ.