Hollaus bleibt an Spitze in Ober-Grafendorf. Mannschaft wählte Hollaus erneut zum Ortsstellenleiter. Christian Fuchs ist sein neuer Stellvertreter.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 22. Oktober 2020 (04:39)
Zur Rot-Kreuz-Versammlungen stellten sich Ewald Paukowitsch, Kommandant-Stellvertreterin Monika Irk, Kommandant Rene Gonaus, St. Margarethens Vizebürgermeister Brigitte Thallauer, Ortsstellenleiter Hubert Hollaus, sein Stellvertreter Christian Fuchs und Weinburgs Vizebürgermeister Michael Strasser (von links) ein.
Rotes Kreuz

Ob ein Knochenbruch bei einem Freizeitunfall, eine Herz-Kreislaufschwäche oder lebensbedrohliche Verletzungen nach einem Verkehrsunfall: Sie sind rund um die Uhr zur Stelle, wenn Erste Hilfe benötigt wird – die Retter des Roten Kreuzes (RK) Ober-Grafendorf.

Am Freitag bestellte die Rot- Kreuz-Mannschaft ihren Vorstand neu: Hubert Hollaus bleibt Ortsstellenleiter, neu ihm zur Seite als Stellvertreter steht Christian Fuchs (weitere Funktionen siehe Infobox).

Heuer mussten die Sanitäter, zu deren Rayon auch die Gemeinden Weinburg und St. Margarethen/Sierning zählen, bereits 1.120 Mal ausrücken (Stand: 17. Oktober).

„In erster Linie waren es Routineeinsätze wie Unfälle oder akute Erkrankungen“, führt Hollaus aus. Die Ortsstelle verfügt über ein Rettungstransportfahrzeug, bei Bedarf kommt das Notfalleinsatzfahrzeug (NEF) hinzu. Primäres Destinationsspital ist das Universitätsklinikum St. Pölten. Als größte Herausforderung in diesem Jahr sieht der Ortsstellenleiter die Covid-19-Pandemie. Die strikte Einhaltung aller Auflagen sei besonders wichtig aufgrund des direkten Kontaktes mit den Patienten. Eigenschutz ist die Devise. „Wir haben Schutzanzüge und FFP2- und FFP3-Masken. Die Verwendung von Handschuhen ist bei uns sowieso selbstverständlich“, informiert er.

Auch die Patienten müssen, außer es ist aus medizinischen Gründen nicht vertretbar, Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Dies gilt natürlich auch für die üblichen Krankentransporte. Kleinstkinder müssen keine Masken tragen. Die Hygienemaßnahmen, die im Rettungsdienst sowieso höchsten Standard haben, wurden aufgrund von Corona weiter verschärft. „Es findet nach jedem Transport eine akribische Fahrzeugdesinfektion statt“, betont Hollaus.

82 Mitglieder hat derzeit die Rot-Kreuz-Ortsstelle Ober-Grafendorf, 28 davon sind ausgebildete Rettungssanitäter. Was er bedauert ist, dass aufgrund von Corona derzeit interne Fortbildungen nur sehr eingeschränkt abgehalten werden. „Erste-Hilfe-Kurse für die Bürger finden aber, natürlich unter Einhaltung aller Auflagen, weiter statt“, lässt der Rot-Kreuz-Mann wissen.