Nahversorger hat seine Pforten geschlossen. Mit Ende September sperrte Karin Gamsjäger Greißlerei zu. „Isbary Bioland“ erweitert Öffnungszeiten.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 08. Oktober 2019 (04:07)
privat
Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Bürgermeister Andreas Ganaus (3.v.r.) bei Karin Gamsjäger (3.v.l.) für 25 Jahre Nahversorgung in Schwarzenbach und wünschte ihr alles Gute für die Zukunft. Seit drei Generationen lag das Geschäft in Familienhand. Nachfolger ist derzeit keiner in Sicht. In der Kaffeeecke trafen sich die Schwarzenbacherinnen und Schwarzenbacher außerdem gern zum geselligen Beisammensein.

25 Jahre lang bekam man bei Karin Gamsjäger alles: vom Liter Milch bis zum Reißverschluss. Von Montag bis Samstag stand „die Karin“ für ihre Kundinnen und Kunden im Geschäft – bis zum Schluss stets gerne: „Am meisten hat mir der Kontakt mit den Leuten gefallen, das Persönliche“, sagt die 55-Jährige. „Mit Leib und Seele“ habe sie ihre Arbeit gemacht, erzählt Karin Gamsjäger: „Ich hätte mir keinen anderen Beruf vorstellen können.“

Seit drei Generationen führte die Familie der Schwarzenbacherin die kleine Greißlerei. „Erst mein Großvater, dann meine Mutter und schließlich ich“, sagt Karin Gamsjäger. Verkauft wurden alle Artikel des täglichen Bedarfs. Die Kaffeeecke nützten die Schwarzenbacher außerdem als Treffpunkt. Mit Ende September entschied sich Karin Gamsjäger aus gesundheitlichen Gründen fürs Aufhören.

„Am meisten hat mir an meinem Beruf das Persönliche gefallen, der Kontakt mit den Leuten.“ Karin Gamsjäger, Nahversorgerin

„Für Schwarzenbach geht mit der Schließung des Nahversorgers wirklich etwas verloren. Das Geschäft war ein wichtiger Bestandteil des Dorflebens“, sagt Bürgermeister Andreas Ganaus.

Zwar habe man sich familienintern besprochen, sagt Karin Gamsjäger, ein Nachfolger sei jedoch nicht in Sicht. Auch die Gemeinde bemühte sich um Gespräche. Der nächste Supermarkt liegt im 15 Kilometer entfernten Kirchberg. Einkaufen in Schwarzenbach kann man künftig verstärkt im Geschäft der Familie Hardegg. Im vergangenen Jahr eröffnete der Shop „Isbary Bioland“, spezialisiert auf Regional- und Naturprodukte. „Dankenswerterweise hat die Familie Hardegg aus aktuellem Anlass die Öffnungszeiten erweitert“, sagt Bürgermeister Andreas Ganaus.

Montag und Dienstag Vormittag hat „Isbary Bioland“ ab sofort zusätzlich geöffnet, jeweils von 9 bis 12 Uhr. „Wir möchten montags auch gern noch von 16 bis 19 Uhr aufmachen, müssen aber schauen, wie sich das ausgeht und ob wir das schaffen“, so Christina Hardegg. Was das Sortiment betrifft, so hat der Schwarzenbacher Bioshop von Toilettartikeln bis zum Mehl das Wichtigste auf Lager. Je nach Nachfrage könne auch alles bestellt werden, sagt Christina Hardegg: „Wir können auf Wunsch sehr schnell und tagesaktuell reagieren.“

Umfrage beendet

  • Wie beurteilt ihr die Nahversorgung im Pielachtal?