ASBÖ Frankenfels: 3.000 Transporte im Jahr

Aus der einst kleinen Rettungsstelle wird künftig ein RTW-C-Standort auf höchstem Niveau.

Gila Wohlmann
Gila Wohlmann Erstellt am 15. September 2021 | 04:02
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Fortbildung wurde beim ASBÖ in Frankenfels immer groß geschrieben, bis heute, sodass die Aufwertung zum RTW-C-Standort nun möglich ist. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1976. Damals fand eine Einsatzübung am Schlagerboden statt.
Foto: Archiv ASBÖ Frankenfels

Als 1961 eine kleine zielstrebige Gruppe von Menschen den Entschluss fasste, eine ASBÖ-Dienststelle in Frankenfels zu gründen, war dies bahnbrechend für das Rettungswesen im oberen Pielachtal, denn die nächst gelegenen Rettungsstellen im Tal waren in Ober-Grafendorf und St. Pölten zu finden. 60 Jahre später blickten die Frankenfelser Samariter im Rahmen einer Jubiläumsfeier am Sonntag mit Fahrzeugsegnung (siehe auch Seite 96) auf das eigene Wirken zurück.

Heute leistet der Samariterbund Frankenfels etwa 150.000 Kilometer pro Jahr, verteilt auf knapp 3.000 Transporte. 39 aktive Mitarbeiter, darunter viele Freiwillige, Hauptamtliche sowie Zivildienstleistende, kann die Gruppe derzeit vorweisen.

Hohes Engagement während der Lockdowns

„Seit der Jahrtausendwende haben sich die jährlichen Ausfahrten fast verdreifacht. Abgesehen davon konnte man in Frankenfels der Bevölkerung zuletzt mindestens drei Covid-Testtermine wöchentlich anbieten, für eine 2.000-Einwohner-Gemeinde wohl einzigartig“, bilanziert Obmann Manfred Hößl. Während der Lockdowns lieferten die Samariter Risikogruppen täglich Lebensmittel und Medikamente an die Haustür.

In Zukunft wird die Ortsstelle noch moderner, denn Frankenfels wurde als eine von neun ASBÖ-Dienststellen für einen RTW-C-Standort auserkoren. Der RTW-C ist ein geräumiges Basisfahrzeug mit besonderer medizinischer Ausstattung. Das Sanitätspersonal muss nun mindestens die Ausbildung zu Notfallsanitätern besitzen. Diese dürfen bei Not- und Unfällen intravenös Medikamente verabreichen und leiten somit vor Eintreffen des Notarztes eine hochwertige medizinische Versorgung ein. Hößl: „Dies bringt noch höhere Anforderungen an Personal, Ressourcen und Fahrzeugausstattung, sichert aber den Standort Frankenfels langfristig.“

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