Anrainerwunsch erfüllt: Türnau erhält Wasser-Leitung. St. Margarethen: Fehlende Wasserversorgung und ein Hochwasserschutz sind für nächstes Jahr geplant. Der Standort zur Errichtung einer neuen Aufbahrungshalle neben Pfarrhof ist fixiert.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 21. Oktober 2020 (04:24)
Mit Sicherheitsabstand führten Bürgermeisterin Brigitte Thallauer und Vize Reinhard Rausch (vorne, von links) die Gemeinderatssitzung durch. Zu dieser stellten sich Gemeinderätin Landtagsabgeordnete Doris Schmidl, geschäftsführender Gemeinderat Franz Lechner, Gemeinderat Manfred Gundacker, die geschäftsführenden Gemeinderäte Andrea Lechner und Herbert Planer (Mitte, von links), die Gemeinderäte Richard Wagner und Corinna Meikl, geschäftsführender Gemeinderat Josef Mayer sowie Gemeinderat Josef Holzinger (hinten, von links) ein.
Marktgemeinde St. Margarethen/Sierning

Keine Dringlichkeitsanträge, aber große Projekte standen bei der St. Margarethener Gemeinderatssitzung zur Diskussion. Trotz enger Zusammenarbeit achteten die Mandatare akribisch auf die Einhaltung des Corona-Sicherheitsabstandes.

De NÖN gibt einen Einblick in die kommenden Pläne der Gemeinde.

Wasserversorgung/Abwasserbeseitigung sowie Hochwasserschutz Türnau: Die Katastralgemeinde ist nicht an das öffentliche Wasserleitungs- und Kanalnetz angeschlossen. Die Anwesen werden über Hausbrunnen gespeist und Abwässer über Senkgruben entsorgt. Jetzt werden ein Kanal und eine Wasserleitung gelegt. „Dieses Projekt haben wir seit einiger Zeit ins Auge gefasst, rund zehn Haushalte müssen angeschlossen werden“, informiert Bürgermeisterin Brigitte Thallauer. Dies sei auch Wunsch der meisten Anrainer. Derzeit ist man bei der Grobplanung. Mit den Anrainern werden Einzelgespräche über die Umsetzung im Bereich ihrer Objekte geführt. „Wir wollen im Frühjahr 2021 beginnen. Bis Jahresende sollen, wenn alles im Zeitplan bleibt, die Arbeiten abgeschlossen sein“, kündigt sie an. Rund 600.000 Euro sind vorgesehen, um Förderungen wird angesucht. Auch der Hochwasserschutz ist in Türnau ein wichtiges Thema. „Dieser Ortsteil war von den Starkregenereignissen massiv betroffen“, sagt Thallauer. Derzeit ist man in Überlegung, für den dort verlaufenden Bach einen zweiten Einlauf zu schaffen oder Verrohrungen vorzunehmen. „Das Wasser staut sich dort bei starken Regenfällen zurück. Ziel ist es, zu erreichen, dass das Wasser sie besser abfließt“, erklärt sie.

Neue Aufbahrungshalle: Die Errichtung einer neuen Aufbahrungshalle ist ein weiteres Projekt. Derzeit ist diese beim Feuerwehrhaus untergebracht, doch dieses ist dringend sanierungsbedürftig. Daher hat die Gemeinde nach einem neuen Standort für die Halle gesucht und den Pfarrhof auserkoren. Doch ein Bau an dieser Stelle ist mit bürokratischem Aufwand verbunden. „Es muss alles mit dem Bundesdenkmalamt und der Diözese genau abgestimmt werden“, erklärt die Ortschefin. Die Genehmigung des Bundesdenkmalamts sei bereits eingelangt, jetzt müsse alles mit den Ausschüssen der Diözese besprochen werden. Die Planung übernimmt das Architekturbüro Aichinger-Rosenberger. Die genauen Kosten stehen noch nicht fest. Der Baubeginn ist für das kommende Jahr anvisiert.

Weitere Sitzungspunkte:

Vizebürgermeister Reinhard Rausch gab bei der Sitzung einen Überblick über den geplanten Breitbandausbau, Gemeindemitarbeiterin Renate Mairinger stellte den Energiebericht der Gemeinde vor. Ebenso berichtete Bürgermeisterin Thallauer über Raumplanung und Flächenwidmung.