Schnappschüsse aus dem Wald: Lokale Kunst von Fridauer Tierführerin

Erstellt am 01. Oktober 2022 | 05:59
Lesezeit: 2 Min
Die tägliche Arbeit mit ihren Tieren verarbeitet die Weinburgerin Carol Streefkerk beim Malen. Aktuell sind ihr Werke im Kulturcafé Renate zu sehen.

Tagsüber arbeitet die Weinburgerin Carol Streefkerk mit ihren Pferden und Ziegen im Wald und auf dem Feld, rückt Holz oder pflügt einen Acker.

Die zertifizierte Arbeitstierführerin ist bei der Guts- und Forstverwaltung Fridau beschäftigt und bietet mit ihren beiden Söhnen Ziegenwanderungen an. Abends setzt sie sich an den Tisch und malt, was sie dabei erlebt hat.

Dafür braucht es keine Fotos, ihre Erinnerung reicht aus. „Ich glaube, ich verarbeite meinen Tag durch das Malen“, erklärt die Künstlerin. Außerdem will sie auf diese Weise ihre Leidenschaft für ihre Arbeit vermitteln. „Es ist so schön, wenn man da in der Natur steht“, schwärmt sie und erklärt den Hintergrund ihrer Kunst: „Ich will dieses Gefühl an die Menschen weitergeben, die nicht dabei sein können.“

Fokus auf Aquarell-Skizzen

Seit ihrer Kindheit malt die gebürtige Holländerin. Zeichenunterricht hatte sie jedoch nie, stattdessen hat sie sich das Malen im Laufe der Jahre selbst beigebracht. Anfangs malte die Autodidaktin – aus Kostengründen – nur mit den Buntstiften ihrer Kinder. Mittlerweile hat sie sich auf eine Mischung mit Aquarell spezialisiert.

Vor Kurzem wagte sie sich erstmals an Öl heran – für ein Gedankenexperiment mit den Schleichpferden ihres jüngsten Sohnes. „Ich kann Malen nur jedem empfehlen“, rät Streefkerk. „Es macht einfach Spaß.“

Aktuell sind ihre Werke zum Thema „Arbeitstiere“ im Kulturcafé Renate in St. Margarethen ausgestellt. Künftig ist auch ein Buch mit ihren Impressionen geplant.