Handlfinger: „Chaos blieb bisher aus“. Ortschef zeigt sich nach ersten Tagen vorsichtig positiv. Polizei vermeldet vereinzelte Beschwerden.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 24. April 2019 (02:58)
Seit einigen Tagen ist die Pielach-Brücke nur
Seit einigen Tagen ist die Pielach-Brücke nur mehr einseitig befahrbar. Der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt. Lisa Röhrer

Für viel Aufregung sorgte in den vergangenen Wochen die Ankündigung der halbseitigen Sperre der Pielachbrücke. Seit einigen Tagen ist die von vielen gefürchtete Straßensperre nun in Kraft: Aufgrund der Brücken-Sanierung wird der Verkehr nur über einen Fahrstreifen geführt und mit einer Ampel geregelt. „Das große Verkehrschaos ist bisher zum Glück aber ausgeblieben“, ist Bürgermeister Rainer Handlfinger erstmal erleichtert. Zwar gebe es einzelne „unvernüftige Fahrer“, die den Kreuzungsbereich blockieren, das sei aber eher die Ausnahme als die Regel, meint Handlfinger.

Vereinzelte Beschwerden gingen bei der Polizei dennoch ein: „Bei uns haben sich einige Leute gemeldet und beklagt, dass das Rausfahren aus der Fabrikstraße nicht möglich war, weil Fahrer den Kreuzungsbereich verstellten“, schildert Polizist Walter Horinek. Auch bei der Tankstelle hätte es einen Rückstau gegeben. „Die Ampelregelung ist sehr mühsam, zu Stoßzeiten werden meine beiden Ausfahrten blockiert“, meint Tankstellen-Chef Roman Novotny, der aufgrund der Umleitungen auch mit Umsatzeinbußen rechnet.

Etwas optimistischer zeigen sich die anderen Gewerbetreibenden, die in unmittelbarer Umgebung der Brücke ihr Geschäft oder Lokal haben: „Ich glaube, man hat im Vorfeld zu viel Theater gemacht. In der ersten Woche hat alles gut funktioniert“, freut sich Martina Daurer vom gleichnamigen Friseur. Über zu wenig Kunden kann auch Rita Steindl, die die Trafik in der Fabrikgasse betreibt, bisher nicht klagen.

 Abwarten, was der Berufsverkehr bringt

 Volle Entwarnung will trotzdem noch niemand geben: „Man muss fairerweise sagen, dass man die Osterwoche nicht als Beispiel nehmen kann“, weiß Handlfinger. Spannend werde es, wie auch die Unternehmer bestätigen, wenn in dieser Woche der Berufs- und Pendelverkehr wieder hinzu komme. „Wenn jetzt alles gut geht, können wir davon ausgehen, dass die Situation bis August funktionieren wird. Wenn es dramatisch wird, muss man natürlich mit der Bezirkshauptmannschaft noch eine Lösung finden“, kündigt der Ortschef an.