Tourismusbilanz mit leichtem Minus im ersten Halbjahr. Der Tourismusverband Pielachtal verzeichnete im ersten Halbjahr ein leichtes Minus.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 03. September 2019 (04:17)
APA/Georg Hochmuth
Symbolbild

Nach dem Rekordjubel im letzten Jahr mit einem Nächtigungsplus um acht Prozent, ist die Stimmung etwas getrübt, aber noch immer positiv beim Tourismusverband Pielachtal. Im gesamten Gebiet von Mostviertel-Tourismus gibt es ein weiteres Plus von 5,2 Prozent. Nur das Pielachtal verzeichnete ein Minus sowohl bei den Ankunftszahlen (-8,6 Prozent), als auch bei den Nächtigungszahlen (-5,2 Prozent).

NÖN

Beim genauen Hinsehen auf die Zahlen gibt es dennoch auch Gemeinden mit steigenden Zahlen. Rabenstein, Kirchberg, Hofstetten-Grünau und Loich können sich über ein Plus bei den Nächtigungen freuen. Schlusslicht, sowohl bei Ankünften als auch bei den Nächtigungen, ist weiterhin Ober-Grafendorf. Nächtigungskaiser bleibt trotz Minus weiterhin Puchenstuben mit fast 6.000 Übernachtungen, allerdings waren es in der ersten Jahreshälfte um 940 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

„Das Minus beunruhigt mich noch nicht so sehr. Die nächtigungsstarken Monate im Pielachtal sind normalerweise im Frühjahr, Sommer und Herbst“, hofft der Obmann des Tourismusverbandes Pielachtal Gerhard Hackner auf eine Änderung des Trends über das Jahr gesehen.

Rückgang vor allem im Jänner und April

Eine Erklärung für die sinkenden Zahlen sieht er auch in betrieblichen Veränderungen, die sich in der Meldestatistik auswirken. Außerdem gibt Hackner zu bedenken: „Man darf auch nicht vergessen, dass wir im Vorjahr bei den Nächtigungen in den neun Mitgliedsgemeinden des Tourismusverbandes Pielachtal, einen neuen Rekord verzeichnen konnten. Da liegt die Latte für heuer natürlich sehr hoch.“ Mostviertel Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt zieht eine positive Bilanz für seine Region.

„Der positive Trend im gesamten Mostviertel hat sich fortgesetzt. Trotz einer kuriosen Wettersituation im Jänner mit zu viel Schnee inklusive. Betriebssperren bei den größten Liften und einem doch sehr verregneten Mai, konnte insgesamt ein sehr positives Ergebnis erzielt werden und der Anstieg der Nächtigungen war sehr erfreulich.“ Den leichten Nächtigungsrückgang im Pielachtal führt er auf „einzelbetriebliche Umstände“ zurück. Vor allem im Jänner und im April sei das spürbar gewesen. Positiver Ausreißer war der März, da erzielte der Tourismusverband Pielachtal ein Plus von 10,9 Prozent bei den Nächtigungen.

Entmutigen lassen sich die Touristiker aber nicht. Erst kürzlich wurde die Wilde-Wunder-Card für Gäste vorgestellt und auch mit einer Veranstaltung, dem Pielachtaler Dirndlkirtag (5. und 6. Oktober) wartet das Tal noch auf. Der entpuppt sich jährlich als Publikumsmagnet.

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