Wirt wird Zugpferd für Mariazellerbahn. Steinschalerhof-Chef Weiß und Növog wollen Busreisegruppen auch vermehrt auf die Schiene bringen und den Bahnhof Laubenbachmühle präsenter machen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 05. August 2020 (04:30)
Növog/Heider-Fischer

Mit einer innovativen Idee wartet Steinschalerhof-Betreiber Johann Weiß in Kooperation mit der Növog auf. Reisegruppen, die mit dem Bus ins Pielachtal reisen, um bei ihm im Steinschalerhof oder Steinschaler Dörfl zu nächtigen, sollen dann weiter mit der Himmelstreppe in Richtung Mariazell fahren und die dortigen Asuflugsziele genießen.

„Die Mariazellerbahn ist der Glacier-Express Österreichs. Die Trassenführung dieser Schmalspurbahn, vor allem auf der Bergtrasse mit ihren Serpentinen und Viadukten, ist ein einzigartiges Kulturgut, das man den Gästen nicht vorenthalten sollte“, betont er. Daher war es ihm ein Anliegen, auch seine Busgruppen auf diese Reisemöglichkeit durch die Region hinzuweisen. Die Mariazellerbahn ist als älteste Schmalspurbahn Österreichs aufgrund ihrer Elektrifizierung und ihren modernen Himmelstreppen-Waggons über dies eine umweltfreundliche Möglichkeit, die Landschaft bequem und aufgrund ihrer Panorama-Fenster sehenswert zu erkunden. „Die Mariazellerbahn ist pünktlich, zuverlässig und gastorientiert“, ist der Gastronom, dessen Steinschalerhof direkt an einer Himmelstreppen-Bahnstation liegt, überzeugt. Ein Bus bringt durchschnittlich 50 Gäste.

Region im Kleinformat kennenlernen

Er möchte das Bus-Bahnangebot ab Laubenbachmühle einleiten, sein Steinschaler Dörfl liegt dort in der Nähe. Der moderne Bahnhof soll in den Fokus gerückt werden. „Die großen Glasfronten ermöglichen tolle Einblicke in die Werkstatt und die Remise der Mariazellerbahn. Beim Ötschermodell, einem großen Landschaftsmodell inmitten der Bahnhofshalle, sehen die Besucher die Region entlang der Mariazellerbahn und rund um den Ötscher im Kleinformat“, informiert dazu Mariazellerbahn-Dienststellenleiter Anton Hackner. Für Interessierte werden Führungen angeboten, die einen Blick hinter die Kulissen der längsten Schmalspurbahn Österreichs ermöglichen. Am Bahnhof werden die Gäste außerdem mit einem Stamperl und regionalen Schmankerln begrüßt. Dann kann die Reise auf der Schiene weitergehen.

Gastronom Weiß ist zur Präsentation seiner Unternehmen auf Tourismusmessen unterwegs. Dort möchte er künftig die Mariazellerbahn und die damit verbundenen Ausflugsziele in der Region noch bekannter machen. „Das ist eine Kooperation für die Zukunft“, ist Weiß überzeugt. Übrigens: In den modernen Himmelstreppen reist man nicht nur preiswert, sondern leistet gleichzeitig noch einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.