Sägewerk in Kirchberg: Nahversorgung mit Holz. Das Sägewerk von Franz Schmid in Kirchberg ist seit 85 Jahren im Familienbesitz.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 05. März 2021 (03:36)
Im Sägewerk von Ing. Franz Schmid und seinem Mitarbeiter Roman Gerstl (v.l.) wird Lohnschnitt durchgeführt und es gibt die ganze Palette an Holz- und Sägenebenprodukten.
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Ein Nahversorger für die Holzwirtschaft ist das seit 85 Jahren im Familienbesitz befindliche Sägewerk Schmid in Tradigist. Vom Lohnschnitt des Blochholzes bis zur Hobelware, von Schnittholz und Sägenebenprodukten bis zur Herstellung von Hochbeeten reicht die Angebotspalette des Betriebes.

Mit der großen Hobelmaschine werden von Franz Schmid die Nut/Feder- und auch Terrassenbretter entsprechend ihrer Stärke hergestellt.
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Seit 14 Jahren führt Franz Schmid (44) das Sägewerk. Er berichtet: „Mit Achtung vor der langen Familien- und Firmentradition, aber auch mit Mut zur Veränderung und Modernisierung habe ich den elterlichen Betrieb von meinen Vater Georg übernommen.“ Er macht Lohnschnitt mit Weich- und Hartholz für Tischlereien, Firmen, Bauern und Privatleute aus dem Pielachtal und den Nachbartälern.

Aus Schnittholz wie Fichte, Lärche und Kiefer stellt er gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Roman Gerstl auch Bretter, Latten, Kantholz und Staffeln her. Ebenso gibt es im Betrieb Hobelware wie Nut/Feder- und Terrassenbretter. Und auch für die Sägenebenprodukte wie Rindenmulch, Sägespäne, Hackschnitzel, Spreissel und Schwartlinge hat Franz Schmid seine Abnahme-Partner. Seit einigen Jahren erzeugt er Hochbeete aus Lärchenholz, die sehr gefragt sind und Erdäpfel-Pyramiden. Die Erneuerung von Maschinen und Fuhrpark ist für den Sägewerker wichtig. So bietet die Blockbandsäge eine Schnittqualität für Bloche bis zu zehn Metern Länge und 90 Zentimetern Durchmesser. Die Vielblatt-Säge, der Doppelsäumer und die Hobelmaschine sind wichtige Arbeitsgeräte. Transportiert wird das Holz mit Teleskoplader, Radlader, Traktor sowie Forstanhänger und Kipper.

„Die Arbeit mit Holz bereitet mir viel Freude.“ Franz Schmid

Der Betriebsinhaber besuchte die Höhere Technische Lehranstalt für Maschinenbau in St. Pölten mit der Spezialisierung auf Automatisierung. Nach einigen Jahren Tätigkeit als Rohrleitungstechniker kam Franz Schmid nach Hause zurück. Sein Motiv: „Es war immer schon mein Plan, einmal das Sägewerk zu übernehmen. Die Arbeit mit Holz bereitet mir viel Freude. Ich kann sagen, dass ich mein Hobby zu meinem Beruf gemacht habe“. Wenn noch Zeit übrig ist, geht er wandern oder Rad fahren. Und er ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Tradigist. Die landwirtschaftlichen Gründe wurden verpachtet; der 20 Hektar große Forst wird selber bewirtschaftet.