„Nur Leitungen im Amtshaus betroffen". Nach weiteren Tests ist laut Vizebürgermeisterin Christine Kerschner nur Gemeindeamt von Bakterien betroffen.

Von Markus Glück und Nadja Straubinger. Erstellt am 08. September 2014 (09:33)
Christine Kerschner informierte persönlich in Schule und Kindergarten.
NOEN, Archiv

Viel Aufregung gab es in der Gemeinde nach dem NÖN-Bericht über Bakterien im Trinkwasser. „Es gab von der Gemeinde keine ,umfassende Informationskampagne‘ wie groß angekündigt. Am Montag haben weder der Kindergarten noch die Volksschule etwas gewusst“, kritisiert Ex-VP-Gemeinderat Andreas Dengler in einem Schreiben an die NÖN. „Ja, es sind Fehler passiert. Die Information war mancherorts leider zu spät draußen“, gibt Vizebürgermeisterin Christine Kerschner zu.

Vizebürgermeisterin gibt Entwarnung

Aus diesem Grund informierte sie am Montag selbst alle Volksschul- und Kindergartenkinder über das Wasser-Problem. Zur Absicherung wurden sowohl bei der Volksschule als auch beim Kindergarten eigene Wasserproben genommen, um das Risiko zu minimieren.

Am vergangenen Donnerstag fand abermals eine Probennahme statt. Die Ergebnisse lagen bei Redaktionsschluss jedoch noch nicht vor. Sie sollen aber umgehend auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht werden. „Generell kann ich eine Entwarnung geben. Von den Bakterien sind nur die Leitungen im Amtshaus betroffen“, versichert Kerschner, die aber bis zur endgültigen Freigabe noch die letzten Proben abwarten möchte.

Proben an anderen Stellen, wie im Hochbehälter und beim Pumpenhaus verliefen negativ. Warum es gerade im Amtshaus Probleme gibt, kann auch Kerschner nicht beantworten: „Wir wissen nicht, woher es kommt, und prüfen den Fall gerade.“

„Verunreinigungen können auch durch Fehlanschlüsse auftreten"

Bezirkshauptmann Josef Kronister erklärt, dass es nur sehr selten zu Verunreinigungen des Trinkwassers komme. Die Gründe seien dann aber schwer zu erheben. „Verunreinigungen können auch durch Fehlanschlüsse auftreten, wenn etwa private Brunnen an das Gemeindenetz angehängt werden. Das ist allerdings verboten“, führt Kronister aus. Hausbrunnen haben nicht den Standard der Trinkwasserversorgung. „Das kann für den Brunnenbesitzer sehr teuer werden“, weiß Kronister.

Für den eingetretenen Fall der Trinkwasserverunreinigung gibt es eine vorgeschriebene Vorgangsweise. So werden die Anlagen entkeimt und komplett durchgespült.

Danach erfolgen weitere Untersuchungen. „Das Abkochen des Wassers sollte so lange durchgeführt werden, bis die Entwarnungsinfo von der Gemeinde rausgeht“, ruft der Bezirkshauptmann zur Vorsicht auf.