Asphalt am Hauptplatz regt noch mehr auf. Für Stadtverschönerungsverein-Obmann Christian Matzka ist Gestaltung „von vorgestern“.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 18. September 2019 (04:34)
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Die Asphaltierung am Hauptplatz sorgt für Unmut bei einigen Purkersdorfern.

Die Asphaltierung am Hauptplatz sorgte bei den Grünen für großen Unmut. Sie forderten die Bürger dazu auf, Protestmails an den Bürgermeister zu schicken. Aber nicht nur den Grünen ist die neue Gestaltung ein Dorn im Auge. Auch Christian Matzka, Obmann des Stadtverschönerungsvereins, meldet sich zu Wort. Er findet die Gestaltung vollkommen unmöglich.

„30 Jahre lang gab es Pflastersteine, jetzt ist alles schwarz. Es gibt keine Versickerungsstelle“, erklärt Matzka. Aus ökologischen sowie Ortsbildgestaltungs-Gründen sei das „ein Wahnsinn“.

„30 Jahre lang gab es Pflastersteine, jetzt ist alles schwarz."

„Es bleibt eine Asphaltwüste“, sagt Matzka. Man werde keine andere Gemeinde finden, in der so etwas noch gemacht werde. „Diese Gestaltung ist von vorgestern. Überall anders wird alles begrünt“, meint der Obmann und weist auch auf Klimaerwärmung und Starkregenereignisse hin. „Der Boden ist jetzt versiegelt“, meint Matzka.

„Es bleibt eine Asphaltwüste“

Auch der Ehrenobmann des Stadtverschönerungsvereins Erich Liehr teilt diese Ansicht: „So wird eine durchdachte Gestaltung ruiniert.“

SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler erklärt, dass auf der gegenüberliegenden Seite die Pflastersteine bleiben. Die Asphaltierung sei aber notwendig gewesen, damit eine halbwegs gerade Fläche entsteht. „Was vor allem für die Standler beim Markt am Freitag von Vorteil ist“, so Steinbichler. Auch für die Reinigung sei es wesentlich praktikabler. Die Maßnahmen seien außerdem mit den ÖBB abgesprochen.

Laut ÖBB-Pressesprecher Karl Leitner erfolgten die Arbeiten im Zuge von normalen Erhaltungsmaßnahmen im Gleisbereich. Diese sollen Ende September abgeschlossen sein. „Im Gleisbereich sind, wie bei Straßen, immer wieder Erhaltungsmaßnahmen notwendig. In Purkersdorf gab es vorher eine Böschung, die immer wieder für technische Probleme sorgte“, berichtet Leitner. Statt der Böschung wurde die neue Stützmauer errichtet, dafür mussten die Parkplätze abgerissen werden. Diese wurden danach erneuert.

„Rund drei Millionen Euro, inklusive der Investitionen im Gleisbereich wurden aufgewendet“, betont Leitner.