Pressbaumer Ampel ist dank Sensor nun fahrradfit

Erstellt am 14. Mai 2022 | 05:58
Lesezeit: 2 Min
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Der Bewegungssensor für den Radverkehr befindet sich oberhalb der Stop-Tafel.
Foto: Bohländer
An der Aura-Kreuzung hat sich die Radlobby für einen Bewegungssensor für den Radverkehr eingesetzt.

Die Pressbaumer Radlobby freut sich über ihre Errungenschaft: An der Kreuzung Haitzawinkler Straße/B44 gibt es seit Kurzem einen neuen Bewegungssensor für die Ampelschaltung.

„Die Ampel war bis dato nicht für den Radverkehr brauchbar“, erklärt Gruppenverantwortliche Katja Bohländer. Denn sie hat eine Bedarfsschaltung, deren Induktionsschleifen nur für Kraftfahrzeuge ausgelegt sind. Wollten Radfahrer über die Kreuzung, mussten sie bislang auf Autos oder Lkw warten.

Wermutstropfen: Nur Reaktion auf eine Richtung

Weil es eine Landesstraße betrifft, ist das Land NÖ für die Ampeln und den Sensor zuständig. „Wir sind sehr zufrieden, dass das geklappt hat“, freut sich Bohländer.

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: Aktuell reagiert der Sensor nur auf Verkehr von einer Richtung. Für die andere Richtung – auf der Seite der Aura-Siedlung – hofft Bohländer auf den neuen Rad- und Gehweg entlang der B44.

Dessen erster Abschnitt, vom Kreisverkehr bis zur Ampel, befindet sich derzeit in der Genehmigungsphase, die Umsetzung ist für Herbst geplant. Der zweite Abschnitt, von der Ampel bis zum Kindergarten II, soll nächstes Jahr folgen. Außerdem ist laut Bohländer eine landesweite Reform geplant, die Radfahrern das Rechtsabbiegen trotz roter Ampel ermögliche.

Die Grüne-Gemeinderätin und Radwegbeauftragte Elisabeth Reinthaler ist begeistert vom Kampfgeist der Radlobby. „Ich freue mich sehr über die tatkräftige Unterstützung aus der Zivilbevölkerung. Jetzt bin ich keine Einzelkämpferin mehr“, erzählt sie.