Hörspiel beeindruckt mit "Geschichten aus Mutterleib". Mit einem liebevoll gestalteten Hörspiel beeindruckten Purkersdorfer Schüler die Jury.

Von Lisa-Maria Seidl. Erstellt am 15. Juni 2019 (03:07)
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Den 1. Preis beim Dr. Walter Csoklich-Solidaritätspreis der „aktion leben“ in der Kategorie „Höhere Schulen“ gewinnen die Schüler der 4F des BG/BRG Purkersdorf mit ihrem Hörspiel „Baby Steffi“. Ihnen gratulierten Lehrer Stefan Sampt (l.), aktion leben-Bildungsleiterin Ines Pratter (hinten) und Elfriede Csoklich (r.). aktion leben

 Mit dem Erleben von Kindern im Mutterleib beschäftigten sich die Schüler der 4F und 4B des Purkersdorfer Gymnasiums sowie 19 weitere Schulklassen und Schülergruppen im Rahmen eines Wettbewerbs des Vereins „aktion leben“.

Die Aufgabe bestand darin, sich mit den Hörerfahrungen von Babys vor der Geburt auseinanderzusetzen und darauf aufbauend selbst ein Hörspiel oder auch ein Hörspiel-Theater zu entwickeln. Die Siegerprojekte wurden mit dem „Dr. Walter Csoklich-Solidaritätspreis“ ausgezeichnet, der ihnen in Wien überreicht wurde. Der erste Preis der Kategorie „Höhere Schulen“ ging an die 4F das BG/BRG Purkersdorf, die mit ihrem Hörspiel „Baby Steffi“ beeindruckte.

„Das Ohr ist das erste Sinnesorgan, das sich beim menschlichen Embryo entwickelt. Hören stimuliert, beruhigt, schwingt den Hörenden auf einen Rhythmus ein.“  Martina Kronthaler

Aus der Perspektive des Babys im Bauch der Mutter erleben die Zuhörer einen Teil seiner Reise akustisch mit, von der Wanderung der Eizelle zum Embryo, über Besuche von Mutter und Kind bei der Gynäkologin und auf einem Bauernhof bis hin zu einem Abendessen mit Freunden.

Lehrer Stefan Sampt, der das Projekt in Purkersdorf betreute, berichtet: „Durch die anschaulichen Mitmach-Workshops von ‚aktion leben‘ bei uns an der Schule haben die Schüler einen tollen Einblick in das vorgeburtliche Leben erhalten. Das hat sie auch sehr motiviert, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Es war für mich auch schön zu sehen, wie die Schüler sich in diesem Projekt geöffnet haben und eingetaucht sind in eine Fantasiewelt.“

Martina Kronthaler, die Generalsekretärin von „aktion leben österreich“, erklärt weiter: „Kinder vor der Geburt hören Stimmen und nehmen Stimmung wahr. Sie sind umgeben von der Klangfarbe der mütterlichen Stimme, von Geräuschen, dem Rhythmus des Herzschlags. Das Ohr ist das erste Sinnesorgan, das sich beim menschlichen Embryo entwickelt. Hören stimuliert, beruhigt, schwingt den Hörenden auf einen Rhythmus ein.“

„Wir haben spannende Geschichten bekommen mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Bedürfnisse von ungeborenen Kindern und werdenden Eltern"

Mit der Ausschreibung des Solidaritätspreises möchte der Verein Schüler dazu anregen, sich mit dem vorgeburtlichen Erleben auseinanderzusetzen. „Es ist großartig, was die Kinder und Jugendlichen geleistet haben“, betont Kronthaler und führt aus: „Wir haben spannende Geschichten bekommen mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Bedürfnisse von ungeborenen Kindern und werdenden Eltern. Das wollen wir mit unserer Bildungsarbeit generell vermitteln und insbesondere auch mit diesem Wettbewerb.“

Als Belohnung durften sich die Sieger über einen Geldpreis freuen, den die Familie des verstorbenen Walter Csoklich zur Verfügung gestellt hat. Walter Csoklich war der langjährige erste Präsident von „aktion leben“. Solidarität mit schwangeren Frauen und Bildung der Jugend waren ihm ein besonderes Anliegen. Seine Familie sorgt deshalb seit vielen Jahren für einen Fonds, aus dem die Preisgelder für den „aktion leben“-Wettbewerb bezahlt werden.